ein Hund. Dies war das erste der beiden alleinstehenden Häuser. Und nun unterschied er auch jenseits der Straße, erhöht, die Barackenanhäufung des Konzentrationslagers.
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Er faßte Posto, eng an die Mauer gedrückt. So wartete er. Plötzlich erschien ihm alles ganz sinnlos und aussichtslos. Es konnte einfach nicht sein, daß über den Fahrdamm jetzt sogleich Steiger käme, her zu ihm, in die Freiheit. Das gab es ja nicht. Der Sturmführer hatte geschwatzt der Sturmführer hatte Angst bekommen- der Sturmführer war abgelöst worden, versetzt der Sturmführer ging mit dem Schalthebel nicht richtig um, Steiger blieb hängen im geladenen Draht oder Steiger kam durch, lief aber verkehrt, eine Schildwache schoß auf ihn, und er, Ludwig, hörte im Regenrauschen nicht einmal den Schuß. Es war schon geschehen! Wie lange stand er denn schon! Es konnte nicht gut gehen. Es war bereits schlecht gegangen. Steiger war tot. Und er selber hatte ihn umgebracht-
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Ihm war ganz unerträglich heiß. Das Blut schwoll ihm im Hals, zum Ersticken. Er riß Kragen und Binde ab, stopfte beides in seine Tasche. Dabei hatte er das Kettchen berührt, daran sein Smaragd hing. Die Gedanken irrten ihm ab. Mit Steiger saß er in seinem Camburger Zimmer, am Tag da man seine Mutter bestattete. Es ist kein Zufall, hörte er Steiger sagen, daß dieser Sarg nun neben dem Sarge des Kaisers steht... Er lachte. Es klang irrsinnig, so daß
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