,, Ja, natürlich."
,, Ist es der Mann auch wert? Da irrt man sich manchmal, entschuldigen Sie."
,, Haben Sie es sich überlegt!"
Hierauf gab der Chauffeur keine Antwort. ,, Ja," sagte er ,,, dann wird's langsam Zeit. Viel Glück!"
Ludwig ging erst die Schmalseite des Friedhofs entlang, dann die hintere Längsmauer. Nach den ersten Schritten war er gänzlich durchnäßt. Im aufgeweichten Lehm blieb er beinahe stecken. Zur Linken in der Ferne blinkten ein paar öde Lichter. Auf die ging er zu. Das Herz schlug ihm hämmernd, aus Freudigkeit. Dies war die herrlichste Stunde, seit unendlicher Zeit! Das Glück, wenn der Freund nun wirklich vor ihm stände, ließ sich nicht ausdenken. Er stürzte dem Augenblick der Tat und Erfüllung entgegen wie trunken. Das Leben war wieder gut auch wenn es jetzt endete. Denn lebendig würde er sich nicht überliefern. Er umfaßte den rauhen, gerippten Schaft des Revolvers in seiner Hosentasche.
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Früher als er erwartet, waren die Häuser da. Mietshäuser, schmal, hoch, armselig, Gerümpel lag hinter ihnen herum, die Zäune waren verfallen. Ludwig stapfte weiter am Feldrand, ein wenig tiefer als die offene Straße. Jenseits stieg die Böschung steil an. Er war darauf gefaßt, auf Posten zu stossen. Aber nichts rührte sich in der unwirtlichen Nacht. Auf einmal kläffte dicht vor ihm innerhalb einer Umzäunung 236


