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Wieder gehen kann ich," sagte Ludwig ,,, wenn Sie weiter unhöflich sind." Dann besann er sich. ,, Sie haben natürlich vollkommen Recht. Herr Breisach muẞ sehr gefährdet sein." Und er zog seinen Paẞ hervor.
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Gefährdet!" sagte der traurige Herr und gab ihm nach einem kurzen Blick das Papier zurück.„ Das kann man wohl sagen. Vor dem Mördergeschmeiß schützt auch der fremde Boden nicht. Und Breisach ist leider unvorsichtig, er weiß überhaupt nicht, was Furcht ist, tut als hätte er wie eine Katze neun Leben."
Das war in einem grollenden Ton gesprochen, jedoch eine zärtliche Verehrung brach durch; es war ganz klar, daß sich der übellaunige Herr für seinen Chef hätte in Stücke reißen lassen. ,, Also da will ich mal sehen," sagte er und ging nach der Tür.
Aber die wurde schon halb geöffnet. ,, Gundelfinger!" rief eine helle, anziehende Stimme. Herr Gundelfinger begab sich hinein. Gleich darauf erschien Leo Breisach, schüttelte Ludwig die Hände und führte ihn in sein Kabinett, das noch schäbiger möbliert war als die Vorzimmer und zum Ersticken angefüllt mit blauem Cigarettenrauch. Er merkte es nach seiner kurzen Abwesenheit selbst. Wird's Ihnen zu kalt, wenn ich aufmache?" fragte er Ludwig. ,, Eigentlich zu blöd, diese Raucherei! Angina pectoris mit Fünfundfünzig ist garantiert." Wobei er seinem Besucher die Cigarettenschachtel hinschob. Etwas ungemein Liebenswürdiges, Vertrauener172
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