wig. Aber erst laẞ' ich den Beutel auskühlen. Sonst beeinträchtigt es die Klarheit Ihrer Entschlüsse."
Er schluckte hinunter. ,, Meine Entschlüsse sind einfach. Wozu gibt es Diplomaten. Es geht unter Verschluß über die Grenze. Wird es denn reichen?"
,, Für zwei Jahre gewiß."
Alle Vorbereitungen wurden ohne Rottecks Mitwirkung getroffen. Mit dem Verkauf der Villa betraute man die Agentur- und Speditionsfirma S. Lemberger und Sohn. In deren Speicher wurden auch das Mobiliar und die sechstausend Bände von Rottecks Bibliothek eingelagert, deklariert als Eigentum Ludwigs.
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Vielleicht hilft das was, wenn sie bei uns plündern," sagte der alte Lemberger und betrachtete das große Pappschild mit dem stolzen Namen. ,, Ich weiß allerdings nicht, warum der Herr Geheimrat gerade mir die Ehre schenkt in dieser Zeit."
,, Aber ich weiß es, Herr Lemberger," sagte Ludwig. ,, Bei Ihrer Firma ist man wenigstens sicher vor dem Inhaber selbst."
Susanna packte, unterstützt von Ludwigs frischwangigem Diener. Gleichmütig, ohne nach Frauenart Unnützes zu beklagen, schied sie aus und ließ zurück. Zwei mächtige Kassetten enthielten Rottecks Studienmaterial und seine Manuskripte.
Man wollte mit dem Abendzug fort. Ludwig fuhr das Ehepaar mit seinem kleinen Auto zur Station. Ein hochbeladenes Taxi folgte.
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