Predigt:
Da
a ist gleich zum Ersten die apostolische Wahrheit in unserem GOTTESwort:
Das Christenleben ist heiliger Kampf! Kampf? Ein heute nach 6 Kriegsjahren nicht gern gehörtes Wort. Wir sind kampfesmüde. Wir begehren Frieden, Stille und Erholung. Dürfen auch darum bitten. Doch nur so, daß es sei eine ,, schöpferische Pause", eine Sammlung der Kräfte zum heiligen Kampf des Christentums. Das ist vorerst nicht ein Kampf nach außen, wie ihn gewiß viele Leute von einem Mann aus dem Konzentrationslager erwarten: ein Kampf mit anderen Menschen, Meinungen und Gruppen. Zu dieser Ausweitung des Kampffeldes in der ,, Welt", zu einem ,, Welt- Krieg" des Christen kommt es freilich unweigerlich. Aber der erste Kampfraum, die ,, Ausgangsstellung" ist der heilige Kampf in uns und gegen uns selbst. Diese recht bezogene Ausgangsstellung" entscheidet darüber, ob ein Christ ,, recht kämpft"! Ob auch sein Krieg mit der Welt" ein guter, heiliger, göttlicher Krieg ist und nicht nur religiös getarnte Rechthaberei. Die Soldaten unter uns wissen ja: eine schlechte ,, Ausgangsstellung" ist meist schon eine verlorene Schlacht. machen wir uns einmal diesen ersten Kampfraum klar: das Christenleben ist heiliger Kampf in uns und gegen uns! Warum ist das so?
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Darum
Das sagen uns die letzten Worte des Apostels vor Beginn unserer Epistel: ,, um deswillen, daß SEIN Geist in euch wohnt." Der Christ ist ein Tempel des Heiligen Geistes. GOTT hat SEINEN Wohnsitz in ihm, seitdem der Christ ein Getaufter, ein Glied der Gemeinde,
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