wir nur

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aber

dem HERRN JESUS vorgesprochen gebrochen haben die Welt versprach uns ja mehr mit ihrem Taumel und ihren faden­scheinigen Ehrenkleidern. Nun sind wir nicht mehr als kleine, zer­lumpte Leute, die keines Platzes im Vaterhaus wert sind, aber wenn Ach, meine am Schemel Seiner Füße sitzen dürfen! Freunde, man hält's ja nicht für möglich, daß solche Worte unserem Volke werden aus dem Herzen und über die Lippen kommen. ER sagt es zu: es wird geschehen! Deutsche Männer und Frauen werden kommen und Buße tun vor GOTT und Seiner Kirche und unseren Vätern, und GOTT wird sie neu einsetzen in SEINE Sohnes­und Tochterwürde im Reiche GOTTES . Wird die Tischgemeinschaft göttlichen Lebens und bleibender, göttlicher Freude mit ihnen be­ginnen. Wird tilgen alle ihre Sünden, so blutrot sie sind. Wird sie bekleiden mit Gerechtigkeit und Heiligkeit, dem ,, besten Kleid" aus dem Reichtum göttlichen Herzens, und einen völlig neuen Menschen der Gnade aus ihnen machen! Um dessentwillen allein, der es uns hier in SEINEM Wort zusagt: JESUS , das Lamm GOTTES , das der Welt Sünde trägt! JESUS , unser Hoherpriester, der auferweckt ist um unserer Gerechtigkeit willen!

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Vor dreißig Jahren, mitten im ersten Weltkrieg, hat ein großer Bischof unserer lutherischen Kirche, der voraussah, welchen Ab­Hermann gründen unser deutsches Vaterland entgegeneilte Bezzel in München eine Gebetsstunde gehalten über die Buẞe für unseres Volkes Sünde. Er schloß sie mit den Worten ,, Wir wollen jeden Abend dahin flüchten, wohin die Krüppel, die Lahmen, die Blinden, die Leute der Landstraße kommen und wo die Ge­schminkten und die Wohlgeschmückten und die Leute mit korrektem Leben keinen Raum haben. Wir wollen jeden Abend da einkehren, wo die Verlorenen und Verdammten ihre Tränen vor der ewigen Erbarmung vergießen: ,, Sei du mir nur nicht schrecklich, meine Hilfe zur Zeit der Not!" Und in diesem Raum, wo nur das Volk wohnt, des man Greuel hat, wollen auch wir uns ein Räumlein er­bitten und dort aus der Tiefe unseres Herzens rufen: GOTT sei mir Sünder gnädig." Vor dreißig Jahren! Ein deutscher Bischof! Und was wurde aus diesem Wort??? Und doch, liebe Gemeinde, bleiben wir dabei: das allein ist das helle Licht in unserer heutigen Tiefe der Gottesferne und Verkommenheit im deutschen Volke, SEINE Zusage ,, Es muß und darf geschehen, weil Ich lebe und regiere mit dem Vater und dem Heiligen Geiste, daß unter euch Heimkehrer zum Vater und GOTTESmenschen werden, denen mein Vater den Tisch deckt mit Erdenbrot und Himmelsspeise." Wen der HERR so tief fallen läßt, den will ER auch hoch erheben. Das ist die selige Logik des heiligen Kreuzes, an die wir glauben dürfen. ,, Und sie fingen an fröhlich zu sein." Ich muß euch gestehen, daß dies mein einziger Mut, und mein einziges Kraftkapital im Blick

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