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Knüppel auf dem Wege zur Demokratie / von Josef Radermacher
Entstehung
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Als im Februar 1848 in Paris erneut die Revolution auf­flammte, da gingen auch die deutschen Demokraten zur Tat über; am 18. März mußte auch ein Hohenzoller, König Friedrich Wilhelm IV. , den Hut ziehen vor einer siegreichen deutschen Revolution. Mit einer schwarzrotgoldenen Armbinde ritt der König durch Berlin , um dem Volke seine Anerkennung der Menschenrechte zu zeigen. Er tat dies freilich knirschend vor Wut, weil es seinen Soldaten und Kanonen nicht gelungen war, die Barrikaden des Volkes in Berlin zu überwinden.

Da war wieder einmal ein Hohenzoller in Not und machte dem Volke Versprechungen; er eröffnete sogar eine National­versammlung mit dem Auftrage, eine Verfassung zu schaffen. Gleichzeitig tagte auch in Frankfurt eine deutsche National­versammlung, die dem Reich eine demokratische Verfassung geben sollte. Es sah so aus, als ginge nun endlich auch für

Deutschland die Sonne der Freiheit auf. Nur ein Teil des Volkes hatte energisch seinen Willen kundgetan; das genügte, um alle die Throne und Thrönchen zum Wackeln zu bringen.

In den deutschen Kleinstaaten retteten die Fürsten ihre Herrschaft, indem sie dem Volkswillen teilweise entgegen­kamen und der Demokratie in beschränktem Umfange Eintritt gewährten; nur den Hohenzollern und den Habsburgern, Preußen und Oesterreich gelang es noch einmal, ihre unbe­schränkte Macht wiederherzustellen.

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