gen", die sich, und das ist das Entscheidende, auch auf ,, Gegenstände" erstreckt und beschränkt, die eben Vorstellungen genannt sind, die also den Naturvorgang voraussetzen, wie die Verdauung das Schlukken. Es ist zugleich der sichere Boden verlassen, preisgegeben, daran zu erkennen, daß die innere Logik das sichere Kriterium philosophischen Fortscheitensaugenblicklich verloren, vor die Hunde gegangen ist: eine Tätigkeit sei in Bewegung zu bringen! Das ist, wie das Wasser naẞ zu machen, unnötig, unmöglich. Eine nicht in Bewegung befindliche Tätigkeit vermag niemand anzugeben.
Zweierlei ist festzustellen: Wir sind zum Kern vorgedrungen, und das Erkenntnisproblem ist ein Bewegungsproblem innerlichster Art. Bei Kant verbirgt es sich, schon eine wesentliche Strecke vorher verbarg es sich, entzog sich uns. Es kann nur im tätigen Hervorbringen, d. h. im Erkennen auch erkannt werden, auf dieses ist alles zu konzentrieren, so selbstverständlich ist das, wie in der Natur der Sache liegend. Erkennen ist eben kein Naturvorgang, nicht in der Natur und unterworfen, sondern im Heiligsten unseres Höchsten zu suchen und aus ihm herauszuholen durch freies Spiel, wodurch es sich als das Höchste sich betätigend zugleich heraushebt. Wir sind auf dem Boden des schöpferischen Denkens und hier dem Schöpfer gleich: wir sind Geist. In ihm ist ,, Sein", aber als Leben( nicht Totes, Gewordenes) und Denken, Erkennen zugleich. Das ist unsere Erfahrung: denn selbstverständlich ist, was in dieser Weise tätig ist, auch erfahren. Was ist zuerst, was zuletzt? Weder eins noch anderes, dieses, in Frage gestellt durch seine Erfahrung, ist auf einem anderen Boden. Das Problem wirklich spielt auf dem Boden eines Qualitativen mit dem Willensmäßigen der Erfahrung! Von dem es Kant herabzieht: hier zeitlich zu bestimmen bedeutet zugleich ein Umsetzen in eine andere, niedere Sphäre: Eine Bewegung freier, innerlichster Art gerät in den Zwang eines ungeistig Materiellen, der sinnlich- dinglichen Welt, und wir spielen dann als lediglich Geschöpfe in der kreatürlichen Welt ohne unser Schöpfertum. Durch Kant inauguriert und auf seinen Wegen verwandelt sich Erkennen in das Gegenteil: Geistverleugnung. Das ist das Wenigste, was gegen diese Stelle zu sagen ist, gesagt werden muẞ: Daß sie jeder vernünftigen Logik entbehrt, ja widerspricht, sie also aufhebt. Sie steht außerhalb jeder vernünftigen Gesetzmäßigkeit, begründet eine andere, ebenso eigene wie eigenartige Ordnung, eben die Kants und seiner Folger, der Kantianer, der kantisch fundierten Wissenschaft.
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