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schleppt wurden, und daß ein Teil von ihnen, der noch nicht mit den ersten Transporten nach Auschwitz abgegangen war, infolge der völlig unzureichenden Ernährung bei der schweren körperlichen Beanspruchung zu Grunde gegangen war. Im Verhältnis zu ihnen hatten wir in den Lagern es bedeutend besser, soweit man hier überhaupt von gut oder besser reden kann.
Die Lager wurden mit der Zeit im großen Stile ausgebaut und mit hunderttausenden von Juden aus allen europäischen Ländern gefüllt. Während jedoch die polnischen Juden körperlich widerstandsfähig waren und die Strapazen in den Lägern wenigstens eine gewisse Zeit lang aus- halten konnten, starben die Juden aus den westeuropäischen Ländern, aus Frankreich , Holland , Belgien , bald nach ihrer Ankunft.
Ich war seit dem 24. Oktober 1940 in dem neuerrichteten Lager Brande(Oberschlesien ). Von starken Gestapo -Eskorten bewacht, waren wir auf Lastautos in das tief im Walde liegende, von Stacheldraht um- zäunte Barackendorf eingeliefert worden. Der von Sosnowitz mitgekom- mene Gestapo -Chef, Dreier, übergab uns dort dem Lagerführer Czaya, und wir richteten uns, so gut es ging, in unserer neuen Umgebung ein. Zunächst hatte es den Anschein, als meine es der Himmel bei allem noch gut mit uns. Zwei alte Schupos bildeten die Lagerwache. Sie machten einen gemütlichen Eindruck und bestätigten dies auch, wie sich bald herausstellte. Aber das Glück währte nicht lange. Als wir eines abends von der Holzarbeit aus dem Walde zurückkehrten, wurden wir von unse- ren neuen Herren begrüßt: SA-Männer, die sehr bald zeigten, daß sie uneingeschränkte Machtbefugnisse über uns besaßen. Der Lagerführer Czaya machte äußerlich den Eindruck eines sehr charmanten Mannes, der eher wie ein Schauspieler, aber nicht wie ein Massenmörder aussah. Aber darin täuschte uns der erste Eindruck bitter, wie sich bald herausstellte. Zunächst wurden wir einmal alle im großen Gemeinschaftissaal versam- melt, wo wir eine Rede des Lagerführers, der ganz das große Vorbild sei- nes„Führers“ zu kopieren versuchte, über uns ergehen lassen mußten:
„Wenn Ihr für Deutschland arbeiten werdet, bekommt Ihr zu fres- sen und! werdet zu leben haben. Ihr werdet nloch froh sein, hier in den Arbeitslagern sein zu dürfen. Denen von Euch, die zu Hause geblieben sind, wird noch Hören und Sehen vergehen. Sie werden sich noch um- sehen. Die Juden werden eines Tages noch darum betteln, in ein Ar- beitslager zu kommen, aber dann ist es für sie zu spät.“
Soweit wir es noch nicht ahnten, wußten wir nach diesen wenig zartfühlenden Prophezeiungen, die in der Tat richtig waren, was unseren Familien, die wir in Polen hatten zurücklassen müssen, beschieden sein
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