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Unter dem gelben Stern : ein Tatsachenbericht aus der Zeit von 1933 bis 1945 / von Abraham Hochhäuser
Entstehung
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beiden schutzbedürftigten Angehörigen trieb mich schneller vorwärts, als es mir je unter normalen Umständen hätte möglich sein können.

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Sokolow Janow( Lubelski)- Wieliczka ; Bylgorelj Bochnia neue Stationen meines Weges, immer neue, grauenhafte Bilder von der unerbittlichen Härte des Krieges. Dies war geschehen im Zeitalter einer neuen europäischen ,, Kultur" epoche. Aber es war in Wirklichkeit ein Bild des Jammertales. Der Tod herrschte allenthalben im Lande,.. maẞlos, grenzenlos. Es war ein würdiger Auftakt dessen, was später folgte. Als ich nach vielen Tagen angestrengtester Wanderschaft, noch unter dem fürchterlichen Eindruck des Erlebten, von weitem die Silhou­etten der ausgebrannten Häuser und gespenstisch aufragenden Kamin­reste vor mir sah, die zu dem einst so freundlich- friedlichen Städtchen Brzesko gehörten, begann mein Herz schneller zu schlagen. In rasender Hast bewältigte ich die letzte Strecke des Weges und gelangte endlich zu dem Haus, in dem ich die Meinen zurückgelassen hatte.

Der Keller war das Einzige, was glücklicherweise dem Sturm der Ereignisse standgehalten hatte, und dort fand ich auch meine Frau und mein Kind wohlbehalten wieder. Die Freude dieses Wiedersehens war unbeschreiblich.

Wenig später, als ich mich einige Zeit ausgeruht hatte, nahm ich meine Frau und mein Kind mit mir und zog zurück nach Sosnowitz .

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Für Juden und Hunde kein Platz"

In Krakau angekommen, gelang es mir nur nach vielen Mühen und Umwegen, mich mit meiner Familie in einen der wenigen Züge hinein­zuzwängen, die damals wieder verkehrten. Einen ganzen Tag lang muẞ­ten wir es zunächst in einem der überfüllten Viehwaggons aushalten, ehe der Zug sich in Bewegung setzte. Dabei durfte um Gotteswillen niemand bemerken, daß wir Juden waren, denn an jedem der Waggons war ein großes Schild angeschlagen ,, Für Juden und Hunde ist hier kein Platz. Wir verbargen uns, so gut es ging. Hätte man uns als Juden entdeckt, dann wäre es uns ebenso ergangen, wie jenen Unglücklichen, die man aufgespürt und bei voller Fahrt aus dem Zuge geworfen hat.

Als wir in Sosnowitz ankamen, sahen wir zu unserem Schrecken die schwarzen SS- Uniformen auf dem Bahnhofsgelände auftauchen, und wir glaubten wieder einmal, unsere letzte Stunde habe geschlagen. ,, Juden beiseite treten" scholl es im brutalen Befehlston uns entgegen. Aber wir wurden nur durchsucht und bekamen alles, was wir bei uns trugen, ab­genommen. Dann ließ man uns, nach vielen Schmähungen und Demüti­gungen, wieder laufen. Endlich, nach all diesen Aufregungen, fanden wir in unsere Wohnung zurück, die inzwischen ebenfalls völlig ausgeplündert worden war.

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