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schon immer nationalsozialistischer Grundsatz gewesen. Die zweite Großtat dieses Gernegroß war die Zerstö- rung des historischen Weimar, das im Herzen eines jeden Deutschen als Heiligtum lebte. Dieser„Kultur- friedhof“, wie die Nazis es nannten, müßte selbstver- ständlich im Geiste Hitlers umgeformt werden. Rück- sichtslos wurde der Museumsplatz niedergerissen. und die Talsenke ausgefüllt, um Raum zu schaffen für einen Platz, der dem Götzen Hitler gewidmet sein sollte. Auf ihm wurden Protzenbauten aus Zement begonnen, die jedoch bei Kriegsausbruch unfertig stehen blieben. Das dritte Glanzstück im Wirken dieses Mannes war die systematische Anwerbung von ausländischen Arbeitern, die das Elend der deutschen Bevölkerung jetzt in qual- voller Weise vermehrten und die Versklavung verstärk- ten, die Sauckel in seiner Eigenschaft als Generalbevoll- mächtigter für den Arbeitseinsatz für Millionen deut- sche Männer und Frauen zum System erhob.
Unauslöschlich aber ist der Name Sauckel mit der Schande verbunden, die der Begriff Buchenwald über Deutschland gebracht hat. Zwischen Weimar und der Eitersburg liegt die Stätte, über deren Eingang un- sichtbar die Worte stehen, die Dante über das Tor der Hölle setzt:„Die Ihr hier eintretet, lasset. alle Hoff- nung fahren!“ Was bedeuteten für Millionen Deutsche die Namen Weimar , Jena , Belvedere, Tiefurt , Etiers- burg! Was das ganze thüringische Land, das Goethe als das Land seiner väterlichen Ahnen so innig liebte, daß es ihn zu jenen dichterischen Leistungen beflügelte, die seine Erscheinung zur höchsten Blüte der Nation erhoben! Unvergänglich sind seine Worte:„Edel sei der Mensch, hilfreich und gut. Das allein unterscheidet ihn von allen Wesen, die wir kennen.“ Was war in
einem unerklärlichen Rückfall in längst überwunden
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