bis auf das Ende der Woche. Am Freitag, dem 6. April, kam mir plötzlich der Gedanke, noch einmal nach Eberswalde zu fahren, um dort einen Einkauf zu täti­gen, mit dem ich Frau Helene eine Freude machen konnte. Bei der Durchführung dieser Absicht begeg­nete mir, was Friedrich der Große Seine Majestät den Zufall nannte. Als ich eine Stunde später der Stop­stelle zuschritt, kam von Bernau her in Richtung Eberswalde ein Lastwagen gefahren, auf den ich atem­los, gewissermaßen während der Fahrt noch aufsprin­gen konnte. Es handelte sich um den Wagen eines Polizeikommandos zur besonderen Verwendung, das Herrn Himmler unmittelbar unterstand. Das Gefährt kam aus Suhl in Thüringen . Mit den Beifahrern tastete ich mich vorsichtig ins Gespräch. Es waren zwei auf­geschlossene Berliner, die seit Jahren im Dienst bei der Polizei eingesetzt waren. Der Krieg und der Polizei­dienst hing ihnen, wie ich bald merkte, zum Halse heraus. Sie machten ihrem Unwillen wegen des sinn­losen Fortganges des Krieges in drastischen Äußerun­gen Luft. Die Behandlung durch ihre oberste Befehls­stelle sei so miserabel gewesen, daß der beste National­sozialist binnen kurzem in einen radikalen Kommuni­sten verwandelt worden sei. In Suhl , wo man große Verteidigungsvorbereitungen getroffen hatte, die sich alsbald als nutzlos erwiesen hätten, habe man gerade noch Zeit gehabt, vor den Amis zu verschwinden. Die beiden Reservepolizisten verrieten mir, daß sie zu ihrem Leidwesen noch einen Transport auszuführen hätten, den letzten hoffentlich, bevor der Schwindel zusam­menbreche. Das Ziel war ihnen noch nicht bekannt, aber, erklärten sie, es liege vermutlich weiter östlich von der bisherigen Ortsunterkunft der Polizeistelle. Mir kamen diese Offenbarungen wie ein Wink des

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