Du
EN?
Am Sterbebett eines jungen Gefangenen
LEISE, LEISE! GEHT VERSTOHLEN
Auf den Sohlen,
Haltet euren Atem an!
Seht ihn in den letzten Zügen,
Seht ihn liegen,
Bald befreit vom Erdenwahn!
Stille, stille! Hört ihn stöhnen, Seufzer dröhnen,
Ach, so dumpf aus seiner Brust! Seht, das junge, liebe Leben Läßt mit Beben
Seiner fernen Heimat Lust.
Ach, ist denn hienieden keiner, Auch nicht einer,
Der ihm treu zur Seite tritt?
Muß er ganz und gar verlassen,
Still verblassen
Ach, geht auch nicht einer mit?
Vater, Mutter, Schwestern, Brüder,
All die Hüter
Seines kurzen Erdenglücks;
Ach die lieben, die Gespielen
Hier, die vielen,
Würdigen ihn keines Blicks?
O daß sie zur Stelle wären! Ach die leeren
Augen starren schreckerfüllt.
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