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FÜNF MINUTEN VOR ZWÖLF
werfen, vielmehr entschlossen wir uns, uns bei dem endgültigen Finale der Befreiung ganz der violetten Limousine aus der Arcisstraße zu überlassen; was von jedem Standpunkt aus das Richtige war.
Lackmann setzt uns gestern davon in Kenntnis, daß die Fragebogen endlich, endlich zur Zufriedenheit beantwortet sind. So ist also auch dieser Stein aus dem Wege geräumt, und das Auto findet uns bereit.
25. Mai 1945.
Auch der gestrige Tag hatte seine Sensation. Riesige Mühlräder schleppten sie auf den Achseln, unter ihrer Last keuchend, daher. Und diesmal lohnte sich die Entdeckung auch für die Eingeweide, es waren nahrhafte Mühlräder: sie bestanden aus getrockneten Zwiebeln, einer Substanz, die nach unserer Erinnerung ziemlich viel Vitamine enthält. Das war ein einträglicheres Schatzgraben als bei dem Hamsternest der Stoffballen, die nicht eine Spur von Eẞbarkeit aufwiesen. Das Auffinden war entsprechend schwer und erforderte Talent und Unerschrockenheit nebst einer Wünschelruten- Nase. Tief unter dem Erdreich verborgen lagen die Zwiebelräder, ein Labyrinth von dunklen Gängen führte den Tastenden in die nahrhafte Kammer; wer Glück hatte, kam mit einer Zentnerlast wieder ans Tageslicht, und wer keines hatte, dem wurde das Mühlrad wieder von den Posten abgenommen, die inzwischen Lunte gerochen hatten und an der Türe lauerten. Ich kann mich rühmen, Glück gehabt zu haben, aber ob es mir treu bleiben wird, wenn es gilt, das Mühlrad mit durch die Postenkette in die Freiheit zu lotsen, das steht auf einem andern Blatt!
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26. Mai 1945.
Wie schwer es doch die Prominenten haben, die Maßgebenden, die Verantwortlichen, die Würdenträger! Zuerst welche Mühe, bis sie nur zu ihren Ämtern gelangt sind,


