Teil eines Werkes 
2 (1946) Fünf Minuten vor Zwölf : des ersten Jahrtausends letzte Tage unter Herrenmenschen und Herdenmenschen ; Dachauer Tagebücher des Häftlings Nr. 16921 / K. A. Gross
Entstehung
Seite
9
Einzelbild herunterladen

/

LETZTE WEIHNACHT IM KZ.

Traurige Weihnacht heuer!

Die Post streikt und die Pakete bleiben ans.

Der Generaldirektor hat Wünsche, kommt aber nicht auf seine Rechnung.

Der Knabe Hiob , entdeckt eine Laus. Ist's eine Kattunlaus oder eine echte?

Der Stubenälteste macht einen Baum, aber die Gestreiften stehen vor leerenSpinden. Kunstgenuß mit kalten Füßen.

Kaiser, Wilhelm, zündet Kerzen an, hält eine Weihnachtsrede und gibt eine Weissagung ab.

Hiob braucht nicht ins Lausebad und geht dafür zur Christvesper. Der Weihnachtssalat bleibt in der Vergangenheit stecken.

Illegale Christvesper.

Abendmahl unterm Lichterbaum.

Blutcapo Stirnmann bei Hirten und Herden.

Weihnachtssensation auf dem Pfarrerblock.

Des Knaben Hiob unweihnachtliche Erinnerung.

Spät kam er, doch er kam.

Dachau im Schnee, aber wir sehen nichts davon.

Der Knabe Hiob wird zum Schluß bestohlen, kriegt aber ein Silvesterpaket und steckt den Kameradenwas in den Mund,

dagegen bedankt sich M., der Sterngucker, für einen Heiland aus

Judas Stamm.