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DAS ERSTE WETTERLEUCHTEN
51 .der dritte aus der Wohnküche eines Arbeiterheims, da dachten wir alle, mit einem Spind und einem Strohsack. den Gipfel der Genügsamkeit erklettert zu haben, aber wir wurden immer wieder eines besseren belehrt, es gab stets neue Vereinfachungskurse eine wahre Hochschule für Jünger der Anspruchslosigkeit und Bescheidenheit. Das Spind mußten wir lernen, mit drei bis sechs anderen zu teilen und froh zu sein, wenn es uns überhaupt noch gelassen wurde; ins Bett wurden zwei weitere gequetscht samt den Quartiergästen, die jeder privat in seinem Hemd ohne Miete beherbergte, und die das allerschlimmste Gesindel waren. Nicht einmal das letzte Haus wurde uns gelassen, die sechs armseligen Bretter, der hölzerne Frack", wie die Lagersprache den Sarg heißt. Auch das war noch viel zu fein für uns unfeine Leute: ohne alles Drum und Dran einfach hinein in den Feuerofen, das war gut genug! Was Glockengeläute, was Leichenzug, Begräbnisfeier mit Pfarrer und Heilandswort alles überflüssiger Kram, Überreste aus einer Kultur, die zu unnützer Überfeinerung reizte. Briefe schreiben an wen und wann du Lust hast? Kommt gar nicht in Frage, ein solcher Luxus der Gefühle: alle vierzehn Tage einen Brief von vier Seiten zu je vierzehn Linien, das genügt, und wohlverstanden, stets an eine und dieselbe Person. Haben wir nicht das gute Recht zu denken, daß wir in der Sparwissenschaft mit einem guten Beispiel vorangegangen sind? Und doch besteht kein Grund, anzunehmen, daß es nicht noch höher hinauf in die Vollendung und tiefer hinunter in die Vereinfachung gehen könne. Jeder Tag mag neue Überraschungen bringen. Wir sind auf alles gefaßt.
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2. Februar 1945.
Fünfundzwanzig hintendrauf soll ich das auch noch auskosten, bevor alles zu Ende geht? Der Rapportführer hat sie mir angedroht; Windgasse, der Evangelist, meint


