r- .d

es

IMPORZELLAN F 335

möglich noch schlimmer war als das erste, war es mit der Geduld des Büttels vorbei, und der Buckel des Knaben Hiob flog mitsamt den anhängenden Teilen zur Tür, in Schwung gesetzt durch einen kraftvollen Stoß des in diesen Künsten geübten Schusterfußes.

Was sie nur gegen den Armsten haben? Gibt es einen treueren Kameraden als ihn? Einen hilfsbereiteren Freund? Jeder weiß, daß er mit vollen Händen austeilt, sobald er ein Paket von zu Hause erhält, was nur alle Vierteljahre geschieht. Und als er 14 Tage lang Glück hatte und beim Konservenwülfert arbeitete, sah man ihn jeden Abend durchs Lager streichen. Was hatte er so Wichtiges in seiner so spärlich bemessenen Feierabendstunde zu tun? Er hielt Ausschau nach den ausgemergelten Gesichtern und. den Jammergestalten, und denen steckte er seine Brote zu, die er vorher mit Fett bestrichen und mit Wurst belegt hatte. Das wissen alle. Warum haßt ihr ihn dann also, ihr wind- schiefen Gesellen, daß ihr ihm am liebsten das Lebenslicht vollends ausblieset? Ihr wißt es wohl selbst nicht, und man- cher Professor der Psychologie ist mit euch ratlos. Aber vielleicht weiß jener Geist aus dem Abgrund Bescheid, der sich ein Vergnügen daraus macht, seine Werkzeuge gegen die Menschen aufzubringen, welche er als die Jünger seines Gegenspielers erkannt hat.

Ich versuchte, dem Gequälten ein Pflaster auf die Wunde zu kleben in Gestalt einer Brotschnitte mit Schweinefett aus Saalbach und eines der guten Vanillebrötchen, die mir die Nachbarinnen aus der Turmstraße geschickt hatten.

Bis jetzt konnte ich meinem BeinamenDer Pufferbäcker noch Ehre machen. Aber wer weiß, wielange es noch geht mit dieser Bäckerei? Die Küchle werden täglich kleiner, denn es fehlt an Kartoffeln. Diese werden zu einer Rarität, um die man sich noch schlägt. Schon sind ganze Komman-