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IMPORZELLAN 177

eine ungekünstelt wundersame Einheit bildeten? Da wir Deutschen wohlgelitten in der Mitte der Basler wohnten, von manchen leutselig auf unsern Spazierwegen gegrüßt? Erkannten sie doch die Missionsbrüadra an ihrem schwar- zen Krawättli schon von weitem und daran, daß sie immer zu zweien miteinander gingen, wie im Evangelio geboten! Bin wirklich ich es gewesen, der diese schönen Tage erlebt hat, der Häftling Nr. 16921, dessen Seele verwittert und dessen Haupt dazu verurteilt ist, täglich auf den Block gelegt zu werden?

O wie liegt so weit,

wie liegt so weit,

"Was mein einst war!

14. März 1944

Über dem geistlichen Block hängt wiedermal ein Da- moklesschwert. Schlimme Dinge sind ans Licht gekommen, auch Freund Reger ist mit hineinverwickelt. Er sitzt noch im Bunker, während die Stiefbrüder auf freien Fuß gesetzt worden sind. Dafür drohen ihnen schwere Vergeltungs- strafen. Gerüchte wollen wissen, daß sie von ihrem guten Posten weggenommen und durch andere ersetzt werden sollen, wahrscheinlich durch ihre Gegenspieler, die ihnen seinerzeit haben weichen müssen. Der Sigambrer ist sehr betrübt darüber, ein Kollege von ihm, der Fähnrich Stahl, der auch hier arbeitet, schilt zornig:Warum machen sie solche Sachen? Was geht es den Vatikan oder die Londoner an, was hier im Revier an Krüppeln und Kranken ge- schieht? Darum handelte es sich. Ein Geistlicher, der im Revier gelegen war und Tagebuch geführt hatte über die Entmenschtheit, mit der hier Häftlinge als Versuchstiere mißbraucht wurden, hatte seine Aufzeichnungen über den° Drahtzaun hinausschmuggeln können. Draußen hatte sie seine Schwester weitergegeben, so daß binnen kurzem die

Zweitausend Tage Dachau 12