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AUF DEM HUNGERBLOCK

65 sie besser schleppen konnte. Natürlich wurden sie nicht mit­verbrannt, sondern immer aufs neue wieder verwendet. Stumm sahen die Särge mich an, es mochten ihrer etwa 100 gewesen sein. Ich dachte nicht anders, als daß sie leer seien und des Gebrauches harrten. Aber wie kam es, daß sie an der Kopfseite kleine Zettel trugen mit Namen? Zu mei­nem Entsetzen erfuhr ich, daß es die Namen von Leichen waren. Die Särge waren also voll; voll in des Wortes buch­stäblicher Bedeutung, denn meist barg der Sarg überein­andergelegt 2 Leichen statt einer! Die abgemagerten Ske­lette, die nackt hineingeworfen worden waren, hatten genug Platz noch zu zweien in dem engen Häuschen. Viele dieser Namen waren polnisch. Es war eine Prozession von Särgen, die vom Quarantäneblock herüberwankte. Eines Tages be­trachtete ich zufällig eines der Zettelchen. ,, Obermüller" las ich da. Erinnerungen stiegen auf! Das wird doch nicht mein Freund sein, der Stubenälteste aus dem Alex? Doch, er war es! Entsetzen durchpulste mich. Der Geburtstag stimmte: der 12. Oktober. So haben sie also nicht geruht, bis sie dich soweit hatten, die blutdürstigen Katzen! Der Nachmittag kam mir in den Sinn, wo er uns freudestrahlend berichtete, daß er noch vor Weihnachten herausdürfe. Der Beamte habe es dem Pflegemütterchen selbst ins Ohr gesagt. Nun, er war wirklich zu Hause; nicht eingegangen, wie sie im Lager sagten, sondern heimgegangen, wie die Christen sagen. Re­quiescat in pace!

Unter den polnischen Häftlingen befanden sich auch der Generalsuperintendent D. Bursche und sein Bruder, der Pro­fessor der Theologie D. Edmund Bursche , sowie der Enkel des ersteren, der Warschauer Vikar Wegener. Dieser erzählte mir später folgendes von den Erlebnissen, welche ihr Trans­port hinter sich hatte, ehe er in Sachsenhausen landete:

,, Aus einem Warschauer Gefängnis waren etwa 1200 Polen , darunter eine größere Anzahl von Juden, auf den West­

Zweitausend Tage Dachau 5