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ZWEITAUSEND TAGE DACHAU

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der uns aus diesen Fäusten retten konnte. Wir waren ihnen völlig ausgeliefert wie das Eisen dem Hammer ausgeliefert ist, der in zermalmenden Schlägen auf den Amboẞ nieder­saust. Bei den Mitgefangenen, den Block- oder Stuben­ältesten, suchten wir vergeblich Hilfe. Sie waren ja selbst große Herren, ließen sich täglich rasieren und lebten davon, daß sie uns drangsalierten. Eine schreckliche Stunde, als wir dahinterkamen, daß wir in den Klauen von reißenden Tigern waren, wohin wir immer blickten. ,, Laß mich nicht in Menschenhände fallen" diese Bitte und die Erfahrung, die ihr zugrunde lag, lernten wir täglich besser verstehen. Diese Wehrlosigkeit, Ehrlosigkeit und Rechtlosigkeit ver­wüsteten das Seelenleben. Die Hoffnungslosigkeit trat hinzu. Wie niederdrückend mußte es wirken, daß keinem der Zeitpunkt seiner Entlassung bekannt war. Am naivsten waren noch wir Neulinge mit gutem Grunde. Je länger die Gestreiften hinter dem Stacheldraht lebten, desto ge­ringer war gegen alle Erwartung, aber auf Grund reicher Erfahrung- ihre Hoffnung, herauszukommen. Wer könnte bezweifeln, daß solche Unsicherheit die Seele nach und nach zermürben mußte; aber auch, daß dies gerade in der Absicht unserer Vögte lag? Vernichtungslager! Dieses Wort tauchte damals zuerst vor meinen Ohren auf mit seinem ganzen gräßlichen Klange. Vernichtet sollten wir werden, ausgetilgt. Der ich unter Christenmenschen gelebt hatte, mir wurde es schwer, an diese Absicht bei den Totenköpfen zu glauben. Sie ließen mir aber keine andere Wahl, sie drängten das Herz von Schritt zu Schritt in diese Erkenntnis hinein. Ganz unverkennbar war der Sinn der Lager( un) ordnung der, dem Menschen jeden inneren Halt zu rauben um ihn so dem verheerenden Wüten der Krankheiten zugänglich zu machen. Er sollte dem ersten besten äußeren Ansturm zum Opfer fallen. Stand es aber nicht im Widerspruch zum Meilenstein der Sauberkeit und so manchem anderen, was

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