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AUF DEM HUNGERBLOCK

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Oberkörpers am Morgen, wenn wir abends nie die eigene Decke bekamen, sondern täglich eine andere, von der wir nicht sicher waren, ob sie nicht am Abend zuvor von einem Lungenleidenden bespien oder vom Eiter eines Phlegmonen­kranken bedeckt worden war? War das nicht Unordnung, wie sie im Buch steht? Gewiß, unsere Hosen haten Taschen, wie es der Ordnung entsprach. Aber eines Tags mußten wir sie zunähen, und wehe, wer es versäumte. War das Ord­nung, so die eines Narrenhauses! Wir hatten Spinde, das war in Ordnung; aber wehe uns, wenn wir etwas darin aufhoben außer dem Brot! Selbst Briefe verfielen der Be­schlagnahme und dem Feuertod, wenn sie älter waren als drei Wochen. War das Ordnung oder nicht vielmehr Unord­nung? Hitler brüstete sich damit, Ordnung zu schaffen in der ganzen Welt, und seht, in seinem eigenen Hause nichts als Schlamperei und Miẞwirtschaft!

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Gleich am ersten Morgen vermißte ich meine Margarine­portion. Ich wollte Krach schlagen, wurde aber von dem jungen Gestreiften, mit dem ich sie teilte, später waren es vier und fünf in einem Schrankbeschworen, es nicht so laut zu tun; das sei gefährlich. Am gescheitesten halte ich den Mund. Das tat ich denn auch, aber ich hatte den Gut­edel im Verdacht, daß er pro domo, für sich selbst, spreche, und fand es auch später bestätigt.

Pünktlich Anfang Dezember erhielten wir Wolljacken. Noch war es ziemlich mildes Wetter; aber als das Ende des Monats eisige Kälte brachte, warteten wir nicht nur vergeb­lich auf Mäntel und Handschuhe, vielmehr wurden uns auch noch die Wolljacken wieder weggenommen. Alles ging streng der Ordnung nach vor sich; kein Pullover blieb unnotiert, kein Name vergessen; und doch, wer leugnet, daß es der erbärmlichste Straßenraub war und die elendeste Unord­nung? Nein, bleibt mir mit der Rede vom Leib, mit der ihr euren sogenannten Führer noch nachträglich schützen wollt: