zeige Ihnen jetzt die größten Widerstandszentren, die wir haben."

Er drückte den Mittelfinger der rechten Hand auf eine Stelle der Eisenbahnkarte. ,, Hier ist ein großer Teil der Beamtenschaft und die gesamte Arbeiterschaft im Dienst unserer Organisation tätig, hier läßt sich viel machen. Ebenso hier." Er drückte den Mittelfinger auf eine an­dere große Station. ,, Weiter: hier. Und hier. Und hier." Der Mittelfinger wanderte von einer Station zur an­dern. ,, Das sind unsere stärksten Festungen auf den Hauptstrecken. Haben Sie sich die Stationen gut ge­merkt? Wiederholen Sie die Stationsnamen, Herr Rada." Der Mittelfinger blieb auf dem Kreis, der die zuletzt genannte Station bezeichnete, haften. Rada betrachtete gebannt die verstümmelte Hand, den kräftigen Mittel­finger, der die Weisungen gab. Den Zeigefinger hat ihm eine Maschine abgehackt, dachte Rada; tut es sehr weh, wenn einem ein Finger abgehackt wird? Während er diesem Gedanken nachhing, sagte er wie ein Schüler in der Geographiestunde die Namen der Stationen auf, die Novák genannt hatte.

,, Jetzt nenne ich Ihnen die Stationen, auf die wir uns im Umkreis der Skodawerke verlassen können", sagte Novák. ,, In Pilsen selbst wollen wir nichts versuchen, weil dort die Gestapo eine ganze Spitzelarmee in Be­reitschaft hält. Wohin man spuckt auf dem Pilsener Bahn­hof- überall sind zehn Gestapospitzel. In Prag ist es nicht anders."

,, Trotzdem ist kürzlich in Karolinenthal ein Munitions­zug entgleist."

,, Richtig. Aber diese Aktion hat große Opfer gefor­dert. Wir wollen künftig womöglich Aktionen innerhalb des Prager Rayons vermeiden. Ich zeige Ihnen jetzt un­

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