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Als Priester im Konzentrationslager : meine Erlebnisse in Dachau / Pfarrer Leopold Arthofer
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Friedhofes. Unterdessen hatte man meine gute, alte Tante Rosa und meinen Amtsvertreter von meinem Kom­men verständigt, und beide eilten mir entgegen.

Einige Tage später machte ich mich auf den Weg nach Hartkirchen, um dort meinen 78 Jahre alten Vater und meinen Bruder Max zu begrüßen, der sich in der Zeit meiner Haft um mich die größte Mühe gegeben und mir die besten Lebensmittelpakete nach Dachau geschickt hatte.

Mein lieber Vater war glücklich. Er weinte, was ich bei ihm sonst nie gesehen, und sagte in einem fort: ,, Daß nur du wieder hier bist! Daß nur du wieder hier bist!" Das war ein seliges Wiedersehen!

Einen Monat später aber war für mich ein bitterharter Abschied: mein Vater starb am 19. Mai nach kurzem Leiden. Ich war noch eine Woche an seiner Seite, stand ihm im Sterben bei und sah den Blick des Scheidenden noch lange auf mir ruhen, ehe er brach. Dann aber setzte ich mich, vom Schmerz überwältigt, auf den Diwan neben den Toten und saß lange allein, das Gesicht in die Hände vergraben.

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Nach der Beerdigung erzählte man mir, wie mein Vater immer um mich bangte, manchmal zum Bahnhof ging und dort Zug um Zug abwartete, ob ich nicht komme. Dann ging er traurig heim und sagte: Er ist nicht ge­kommen." Und da ich heimkehrte, zog er fort für immer,

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