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Als Priester im Konzentrationslager : meine Erlebnisse in Dachau / Pfarrer Leopold Arthofer
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Dachau ,, Jawohl, ,, Ja, ents das Konzen ,, Stimmt! Nun ja, Neugierde, lassen word

gesundheitliche Schädigung erlitten und daher an den Staat keine Ansprüche zu stellen hätten. Dann kamen wir ins Kleidermagazin, wo wir mit Kleidern verstor­bener Schutzhäftlinge ausgestattet wurden, da ja unser Eigentum restlos verbrannt war. Die Schuhe waren mir zu klein, ich mußte also heimhinken; die Hose paßte schlecht, der Hut war mir zu groß. Ich rächte mich an diesen Sachen dadurch, daß ich sie am Tage meiner An­kunft zu Hause herschenkte. Nach dieser Einkleidung ging es zum letztenmal in die Lagerküche, wo wir noch ein­mal eine Schüssel Krautsuppe als Mittagessen verzehrten, aber auch ein Päckchen mit Brot und guter Wurst zur Heimreise in Empfang nahmen. Schließlich wurden uns in einer Kanzlei ohne Grobheit unsere Entlassungs­scheine ausgefolgt. Wir waren frei.

Ein SS- Mann begleitete uns bis zum Lagertor, dann schüttelte er jedem von uns kräftig die Hand und meinte: ,, Also viel Glück! Kommt gut heim, es wird schon recht werden! Der Schwindel dauert nicht mehr lange." Es war auch einer von den unfreiwilligen ,, Freiwilligen".

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Gerne hätte ich in Dachau noch den Stadtpfarrer Friedrich Pfanzelt besucht, um ihm für alles zu danken, was er in opferbereiter Liebe unserer Gemeinschaft und auch mir persönlich erwiesen hatte, aber die Schuhe drückten mich so sehr, daß ich mich entschloß, dem etwa zwei Kilometer entfernten Bahnhof zuzuhinken, und herzlich froh war, als ich ihn nach zwölf Uhr mittags mit meinem Gepäck erreicht hatte. Das Glück war mir hold, eben stand ein Zug nach München abfahrbereit, und bald saß ich mit meinem Kameraden, P. Allmer von Admont, der mit mir entlassen worden war, in einem überfüllten Waggon an einem Fenster. Wir schwiegen beide, denn unser Herz war übervoll und unsere Ge­danken eilten dem Zuge in die Heimat voraus.

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Da begann ein junger Herr neben mir zu hüsteln, sah mich wiederholt von der Seite an und fragte dann auf einmal:

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