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Als Priester im Konzentrationslager : meine Erlebnisse in Dachau / Pfarrer Leopold Arthofer
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gültigen Zusam­üstere Gerüchte B Krankheiten,

lahinrafften und ks, der Hunger, aus der Heimat sachten,- hörte habe, im Falle nzulegen". Pessi­riesigen Leichen ließen sich auch ungen hinreißen,

,, Aber lächerlich, da hat mich die Gestapo viel zu tief ins Herz geschlossen, als daß sie sich von mir trennen möchte."

دوو

,, Du alter Pessimist! So wetten wir doch um-

um was

um drei Kartoffeln."

- na,

,, Mensch, Maier, sag mal, woher du diese dämlichen Ideen hast! Ich bin doch hier unentbehrlich."

So schwirrten von früh bis spät launige, hoffnungsvolle und resignierte Bemerkungen umher, so wie eben jeder veranlagt war. Ließen uns bisher die ungeheure Enge und die Läuse des Nachts nicht schlafen, so kam nun auch noch die Aufregung dazu. Gepeinigte Herzen, die mit dem Leben bereits ergebungsvoll abgeschlossen hat­ten, begannen zaghaft zu hoffen: Vielleicht sehe ich doch die geliebte Heimat noch einmal.

in rohester Deut­oft, den krassen bekämpfen, doch glückliche Heim­echste und so ent im März 1945.­ötzlich an einem ge protestantische übernächsten Tag Tage Pause. Eine der Gemüter auf tsche Kameraden rauf diese Aktion

sie die Freiheit sie durchgeführ

sich die Glück neh feucht gewor sie um eine Ecke

mehrere von uns

She!"

Am Gründonnerstag, 29. März 1945, saß ich so wie jeden andern Tag an meinem Bürotisch in der Gewürz­mühle, als ein österreichischer Häftling( Dr. Egon Hil­ bert , jetzt Ministerialrat in Wien ) in die Türe trat und mit einem eigenartigen Augenzwinkern zu mir sagte: ,, Du, Arthofer, komm einmal zu mir heraus, ich möchte dich gerne unter vier Augen in einer Eheangelegenheit um etwas fragen!"

-

,, In einer Eheangelegenheit?", meinte ich verblüfft. Wann willst du denn schon heiraten?" Wir gingen mit­einander in einen leeren Flur, und Hilbert sah mich seltsam feierlich und ernst an:

,, Gib mir dein Wort, daß du vorerst über das schwei­gen wirst, was ich dir nun im Vertrauen sagen kann!" Ich gab ihm den Handschlag und horchte auf seine Neuigkeit.

,, Also, mein lieber Arthofer, ich habe dir eine für dich bedeutungsvolle Mitteilung zu machen: Du wirst dieser Tage entlassen!"

9 Arthofer, Konzentrationslager.

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