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Als Priester im Konzentrationslager : meine Erlebnisse in Dachau / Pfarrer Leopold Arthofer
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In den letzten Monaten vor dem endgültigen Zusam­menbruch des Dritten Reiches gingen düstere Gerüchte durch das Lager. Nicht genug damit, daß Krankheiten, vor allem der Flecktyphus, Tausende dahinrafften und eine unvorstellbare Überfüllung der Blocks, der Hunger, das Ausbleiben der Lebensmittelhilfe aus der Heimat eine wahre Katastrophenstimmung verursachten,- hörte man die Parole, daß die SS beschlossen habe, im Falle der vollen Niederlage alle Kazetler ,, umzulegen". Pessi­misten sahen schon das ganze Lager als riesigen Leichen­haufen in Rauch aufgehen. Übrigens ließen sich auch einzelne SS - Führer zu offenen Morddrohungen hinreißen, die die Vernichtung aller Lagerinsassen in rohester Deut­lichkeit ankündigten. Ich bemühte mich oft, den krassen Pessimismus mancher Kameraden zu bekämpfen, doch wagte ich selber kaum mehr auf eine glückliche Heim­kehr zu hoffen. Allzu dunkel lag die nächste und so ent­scheidungsvolle Zukunft vor uns. Das war im März 1945.

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die geliebte

Um den 20. März herum wurden plötzlich an einem Morgen etwa zehn katholische und einige protestantische Geistliche entlassen, am nächsten und übernächsten Tag wieder eine Gruppe, dann war einige Tage Pause. Eine ungeheure Spannung bemächtigte sich der Gemüter auf Block 26 es wurden ja nur reichsdeutsche Kameraden enthaftet. Niemand von uns wußte, worauf diese Aktion zurückzuführen sei.

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Niemand konnte sagen, wie vielen sie die Freiheit bringen, nach welchen Gesichtspunkten sie durchgeführt würde, Tief ergriffen verabschiedeten sich die Glück­lichen von den Zurückbleibenden; manch feucht gewor denes Auge sah ihnen noch nach, bis sie um eine Ecke entschwunden waren.

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,, Gott sei Dank, daß endlich einmal mehrere von uns

nach Hause gehen können!"

,, Paß auf, morgen bist du an der Reihe!"

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