Druckschrift 
Als Priester im Konzentrationslager : meine Erlebnisse in Dachau / Pfarrer Leopold Arthofer
Entstehung
Seite
126
Einzelbild herunterladen
  

L

H

t

S

Die verlogene Phrase der Partei sprach amtlich von ,, Gottgläubigkeit".

Die wahrheitsgemäße Bezeichnung hätte lauten müssen

,, Hitlergläubigkeit".

In einem Buch über Adolf Hitler las ich einmal den Satz: ,, Der Nationalsozialismus ist der größenwahnsinnig gewordene preußische Militarismus." Und die, voll­endetste Frucht" dieses Nationalsozialismus war entschie­den die SS.

-

Heimat, einige Kame Paßt's guat a habn, wann Männer, die ein Verhängn ,, Wir möch werdet in die

"

zu Ende sein Solche Äuß

einmal einer,

Im Jahre 1944 tauchten im Konzentrationslager Män­ner in SS - Uniform auf, die uns in Erstaunen versetzten, denn das waren ja Menschen!

Fabrik allein

denn eigentli Ein Österrei

den Hals und

bin a Weana das Tausendja

Dann merkte

noch einige

Servas!"

Ein anderes

Seres Betrieb ungezwungen Lauten Worte

Doch?"

In den letz das Kazet w Blutigen Heir Prozentige Bi riskierte sein

Wenn wir vorschriftsmäßig bei einer Begegnung mit ihnen die Mütze herunterrissen, um zu grüßen, grüßten sie freundlich zurück, ein unerhörtes Erlebnis. Ja, da sagte einer: ,, Lieber Freund, so laß doch deine Mütze auf, ich bin ja von der Wehrmacht !" Und sie erzählten uns, wenn niemand von der echten Garde in der Nähe war, wie sie nach jahrelangem Dienst bei der regulären Wehrmacht zwangsweise zur SS einberufen worden seien. Ich erinnere mich mit Vergnügen an einen älteren Wiener von auffallend kleiner Statur, den man auch in letzter Stunde zur SS gesteckt hatte, und der uns gegen alles Dienstreglement auf dem Appellplatz vor der Front mit seinen urwüchsigen Bemerkungen erheiterte, die oft voll blutigen Galgenhumors waren. Einmal stand er gerade neben einigen gefürchteten SS- Leuten, die finster über unsere Reihen hinstarrten; es war die übliche Ruhe vor der Appellmeldung an den Lagerführer. Da sagte er laut und überallhin vernehmlich in seinem Wiener Jargon: ,, Zehn Jahre lang hab i mi nach Dachau g'sehnt. Jetzt hab i mein Herzenswunsch endlich erreicht. Habe die Ehre, meine Herrschaften!" Ein SS- Mann schnauzte ihn zornig an; da meinte er gemütlich: ,, Geh, tua ma nix, i tua da ja a nix!" Das waren Klänge aus der

126

die Zahl der

vir ahnten, den Zuckunge

Befreier um Lionen von E

Partei und ih

bringen könn