Druckschrift 
Als Priester im Konzentrationslager : meine Erlebnisse in Dachau / Pfarrer Leopold Arthofer
Entstehung
Seite
120
Einzelbild herunterladen

L

Ir

e

la

T

H

t

S

n

(

t

sie die klobigen Redewendungen vernommen hätten, die im Kazet selbst unter Universitätsprofessoren, Prälaten und Doktoren zu hören waren.

Vielleicht wird mancher aus dem Kazet Heimgekehrte noch längere Zeit bei den Seinigen mit ungeschminkten Redewendungen ,, Staunen" erregen, bis es ihm gelungen ist, aus einem Dickhäuter wieder einen zartbesaiteten ,, Kulturmenschen" zu machen. In meinen Träumen sehe ich noch öfters überrobuste Naturen im Zebrakleid vor mir, höre ich Äußerungen, die ich hier niemals nieder­schreiben könnte, und erlebe noch einmal die ganze Würdelosigkeit und Gemeinheit des Lageralltags, dem die SS ihr Gepräge gegeben. Wenn ich dann erwache, mich auf eine freundlichere Gegenwart besinne, dann spreche ich aus tiefster Seele ein Deo gratias.

lautete: ,, Mi

wenn Sie s sugeben und große Heite

Mein lieb

terhin auf

kehrte er in

man ihn mi

Gar mane

Leuten ben

Ein Pfaffe i

lose Existe

haben und

Machen Sie

öffnen Ihne

( Dies aller

mich anbet

gen, der ste

Sirenengesänge

Während wurden nur

aber in sein

seien entlas

ein Gerich

dann wiede macht aus

Meinem Bruder gab man nach meiner Verhaftung seitens der Gestapo Linz den Bescheid, man werde mich nun vorerst ein Jahr einsperren, vielleicht werde aus mir noch einmal ein anständiger Mensch. Nach einem Jahr wurde ich von Berlin aus vor die Entscheidung gestellt, ob ich auf die weitere Ausübung meines Priesterberufes verzichten oder auch weiterhin im Kazet bleiben wolle. Ich wäre also in den Augen der Gestapo ein anständiger Mensch gewesen und entlassen worden, falls ich meine beschworene Priesterpflicht verleugnet hätte. Ich schrieb damals meinem Bruder, ich wolle lieber in Dachau durch den Kamin wandern, als entehrt und ehrlos in die Heimat zurückkehren. Da war mein weiteres Los besiegelt. Ähnliche Sirenenlockungen wurden auch bei den an­deren Kameraden vom Block 26 in Anwendung gebracht, doch weiß ich keinen, der ihnen gefolgt wäre.

Der allerplumpste Antrag, den ich selber gelesen habe, wurde einem oberösterreichischen Pfarrer gestellt. Er

Gadebusch

pert von In

wieder ver

Einmal furchtbar w schmuggels leichtern se seine Auge dem jüdisc

du werden

Woche soll

Tor, sonde

120