Druckschrift 
Als Priester im Konzentrationslager : meine Erlebnisse in Dachau / Pfarrer Leopold Arthofer
Entstehung
Seite
108
Einzelbild herunterladen

Ir

e

la

S

Ta

H

SI

tu

USA

n

C

Z

a

tr

V

K

d

meisten der Filippitsch höchste ,, Wi

liche Kanzle raden nunn sonders Pep

sich täglich

seltene Priv

mußte er

mahlung bestimmten Kräuter). Hier hatte es eine Durch­schnittstemperatur von 60 Grad Celsius. Der alte tsche­chische Förster Kacorek, mein lieber Freund Pfarrer Wolf von Stotzing im Burgenland und ich schwitzten hier gemeinsam. Es wundert mich heute, daß wir durch­hielten. Kacorek schöpfte aus irgendwelchen Quellen verschiedene Parolen und erquickte während der Arbeit unser in körperlicher und geistiger Dürre verschmachten­des Dasein: ,, Da ise nemlich ganz sicheres Nachricht, Attentat auf den Hitler, diese schebige Haderlump. Ise angeblich kaput. In Hamburg is deutsche Marine nach England desertiert. Kann jede Tag das Kriegsende aus­brechen."-- Und so hofften und schwitzten wir in treuer Kameradschaft von einem Tag zum andern und freuten uns auf den Winter, in dem die Räume der Darre nach Aufarbeitung der ganzen Kräuterernte geschlossen wurden. Freund Peperl( Jesuitenpater Josef Heinzel) be­suchte uns drei ,, Jünglinge im Feuerofen" manchmal, einerseits, um uns in seiner urwüchsigen Weise zu ärgern( er nannte dies trösten), andererseits und haupt­sächlich aber, um in der Abgeschiedenheit unserer Darre entweder zu schnupfen oder eine heimliche Zigarette zu rauchen. Er verließ uns aber immer wieder rasch, weil er fürchtete ,,, daß die Teufelshitze seiner zarten Konstitu­tion schaden könne".

Herr Ango Arbeitskam

konsul Gra

nant Kokosc Goemann, Altmünster, geistliche M

wohin uns

bleibt mir

Franziskane glaubliches

SS ließ sich in der Trockenanlage kaum einmal blik­ken. Wir sahen alle Besucher vor Hitze schaudern, wenn sie nur in die Nähe unserer Räume gerieten. Einmal aber ging Hauptsturmführer Vogt durch und sah uns drei in Schweiß gebadet an der Arbeit. Da fragte er uns teilneh­iend, ob wir eine Erfrischung möchten, was wir einstim­mig bejahten. An diesem Tage aßen wir in der Einsam­keit unseres Fegefeuers jeder ein Stück Leberkäse ohne Brot und tranken aus einer Flasche Limonade. Dabei fühlten wir uns glücklicher als Heinrich Himmler .

Betrieb mit

Er hatte siert", den in Betrieb zu werden, und für an

1943,, avancierte" ich zum Adressenschreiber der Ver­sandabteilung der Gewürzmühle, was ich wohl am

Da gab e

garineauge: Mühlenmeis

Gegend ein

fragte mich

Heinzel ein

Dieser k

Wir saßen

versteckt Peperl zien

aber dann

U

108