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Als Priester im Konzentrationslager : meine Erlebnisse in Dachau / Pfarrer Leopold Arthofer
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Am Arbeitsplatz

Wer im Lager seelisch nicht zusammenbrechen wollte, mußte Mittel und Wege suchen, seine Gedanken von dem Elend ringsum und auch von all den lockenden Bildern der fernen Heimat so viel als möglich abzulenken. Das war wohl eine schwere Aufgabe, aber sie mußte gemei­stert werden. Wer hier versagte, sah schon aus diesem Grunde die Heimat nie wieder. Kazetgrundsätze lauteten: ,, Kopf hoch, sich nicht unterkriegen lassen!"- ,, Den­ken ausschalten!" ,, Stupid werden!"

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haben dem nicht geholfen, der das wichtigste Ablen­kungsmittel nicht finden konnte: eine Arbeit, der er kör­perlich halbwegs gewachsen war.

In den letzten Jahren waren die meisten Häftlinge des überfüllten Kazets arbeitslos, und dieser Zustand war für sie alle furchtbar und verhängnisvoll. Ich hatte, obwohl es mir besonders in den letzten drei Jahren nie an Arbeit fehlte, manchmal Tage, wo es aller Willenskraft und der Religion bedurfte, um die lähmende, den Lebensnerv be­drohende Schwermut fernzuhalten. Mag die Arbeit im Kazet für viele, deren Gesundheit schon gebrochen war, Qual und völliger Ruin geworden sein, für die meisten bildete sie wohl die rettende Brücke über den gähnenden Abgrund der Verzweiflung. Da bewahrheitete sich wirk­lich der Grundsatz eines großen Mannes, der heute auch Parole für unser ganzes Volksleben werden sollte: Arbei­ten und nicht verzweifeln!( Thomas Carlyle ).

Mein Kommando( Arbeitsplatz) war durch drei Jahre die zur Lagerplantage gehörige Gewürz- oder Pfeffer­mühle, ein modern eingerichteter Betrieb, in dem unter Leitung des SS - Hauptsturmführers Vogt( des Chefs der ganzen Plantage) und des Mühlenmeisters Christian Filippitsch, der Zivilangestellter war, aus

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