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Als Priester im Konzentrationslager : meine Erlebnisse in Dachau / Pfarrer Leopold Arthofer
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gleich, Beute eines sicheren und baldigen Entkräftungs­todes. An Tischen saßen wir Schreiber; von den., Neu­zugängen" trat einer nach dem andern nackt heran, wankte, hielt sich fest, sank zusammen. Mich packte ein würgender Ekel vor dieser Unkultur, während ich Kar­tothekkärtchen ausfüllte.

Einige SS- Leute stolzierten zigarettenrauchend im Raume hin und her, machten Witze oder teilten Fußtritte

aus.

,, Das ist Dachau ", dachte ich mir, der ich selbst noch ein Neuling war. ,, Wie lange werde ich hier sein müssen und werde ich selbst noch einmal ein freier Mensch sein?" Fragen, auf die mir niemand Antwort geben

-

konnte.

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hinweg. Ode

Ein anderes Mal mußte ich wieder als Schreiber ins Bad. Wieder war ein Transport angekommen und der Anblick war noch schauerlicher. Man hatte bereits eine Menge Toter hinausgeschafft, die hier im Bad gestorben waren. Auf dem Pflaster lagen Leichen ohne Ordnung durcheinander. Ich trat hin und zählte sie: 13 Männer, und abseits auf dem Pflaster rührten sich noch sieben Sterbende. Keiner der diensttuenden SS- Leute würdigte sie eines Blickes, kein Krankenpfleger erschien, kein Labungsmittel, kein teilnehmendes Wort. So verenden Tiere in der Wüste. Das habe ich selbst gesehen und werde es nie vergessen können. Aus dem Lager

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Stutthof bei Danzig kam ein Transport von zirka 800 Häftlingen, von dem ein Großteil der Leute bereits tot in Dachau eintraf. Während des überlang dauernden Aufenthalts in plombierten Viehwägen verhungert, ver­durstet. Irrsinnige hatten die Leichen angefressen, nicht eine, sondern viele. Ein Augenzeuge berichtete mir, wäh­rend ihn noch der Abscheu schüttelte. Zirka 100 Mann von diesem Transport starben bei ihrer Ankunft im Bade unter der Brause an Herzschwäche; der Rest starb im Revier oder verhungerte auf dem Invalidenblock Nr. 30. Aber die SS ging mit kühler Gleichgültigkeit über all das

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