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Als Priester im Konzentrationslager : meine Erlebnisse in Dachau / Pfarrer Leopold Arthofer
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Es ließe sich zu diesem Kapitel noch gar vieles schrei­ben, doch wird das hinreichen, um den Ausspruch zu ver­stehen, den ich so oft in Dachau gehört habe: ,, Der Sinn des Kazets ist der Unsinn!"

Transport angekommen

Es gab verhältnismäßig wenige Schutzhäftlinge, die ihre Leidenszeit in ein und demselben Lager verbringen konn­ten, die meisten wanderten von einem Kazet in das andere, und dies fast immer in großen Transporten. Wir Geistlichen hatten es diesbezüglich in den letzten vier Jahren besser, weil fast alle von uns über Anordnung des Reichssicherheitshauptamtes nach Dachau zusammen­gezogen worden waren und hier, wo man ihnen einen Raum für den Gottesdienst zugebilligt hatte, bleiben durften. Aber wir sahen sehr viele große Menschentrans­porte fortgehen und ankommen. In diesem Sinne wurde

heit zu Eis, dem Dachau auch meistens als Durchgangslager bezeichnet. or Überraschung Im Vergleich zu anderen Lagern war Dachau noch nicht

eine den ganzen Was haben Sie h, Sie Ausgeburt mir geben, noch wollen Sie Hunde

abloser Erregung witz war einfach B, unserem allzu reben. selbst kam,

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ver

das schlechteste, die SS bezeichnete es amtlich sogar als ein Lager erster Ordnung, neben anderen zweiter und dritter Ordnung. Wie es dort zuging, konnten wir am besten aus den erschütternden Elendstransporten schlie­Ben, die uns von diesen Stätten sadistischer Menschen­quälerei zugeschickt wurden.

Ich war erst wenige Tage im Lager, als ich aufgefor­dert wurde, ins Bad zur Aufnahme von Neuzugängen aus einem eben angekommenen Transport als Schreiber zu gehen. Ich sah dort ein Bild, das mich unwillkürlich wie eine Illustration zu Dantes ,, Inferno" anmutete. Einige hundert splitternackte Menschen. Ja, waren das noch

einem SS- Haup Menschen? Hohläugige, schlotternde Skelette, Gespenster m Mann, der doel des Hungers, häßlich, erschütternd und jammervoll zu­

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