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Als Priester im Konzentrationslager : meine Erlebnisse in Dachau / Pfarrer Leopold Arthofer
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So kam er auch an Block Nr. 26 vorbei, dem nur Geist­liche angehörten. In der vordersten Zehnerreihe stand unter anderen der im katholischen Deutschland wegen der von ihm propagierten ,, Schönstattbewegung " bekannte Pallotinerpater Kentenich . Unseligerweise zog er nun durch sein geistliches Aussehen" die Aufmerksamkeit des beduselten Lagerführers Redwitz auf sich. Dieser pflanzte sich vor ihm auf, betrachtete den Mann im Zebrakleid mit der Miene eines Naturforschers, tat ein paar mächtige Züge aus seiner Zigarre:- dann brummte er: ,, Sie da mit den Brillen, sagen Sie mal, sind Sie viel­leicht ein Geistlicher Rat, weil sie so intelligent drein­schauen?"

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Wenn doch der Gefragte geschwiegen hätte, wie es in solchen Fällen fast jeder Kazetler machte! Kentenich aber gab dem Lagerpotentaten laut und ruhig zur Ant­wort: ,, Herr Lagerführer, ich bin zwar kein Geistlicher Rat, aber ich könnte vielleicht einen guten Rat geben.

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Wir erstarrten vor solcher Verwegenheit zu Eis, dem Lagerführer aber blieb einige Minuten vor Überraschung ,, die Spucke weg". Dann aber erfolgte eine den ganzen Appellplatz erschütternde Explosion:" Was haben Sie gesagt, Sie Sie graduiertes Rindvieh, Sie Ausgeburt der Romkirche, einen Rat wollen Sie mir geben, noch dazu einen geistlichen Rat? Mir wollen Sie Hunde­knochen einen Rat geben?"--

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Seine Stimme überschlug sich vor maßloser Erregung zu einem Keuchen und Schluchzen. Redwitz war einfach fertig, so fertig, daß er sogar vergaß, unserem allzu mutigen Kameraden eine Ohrfeige zu geben.

Als er aber endlich wieder zu sich selbst kam, ver­dammte er den ganzen Block Nr. 26 zum Strafstehen.

Wie konnte es doch jemand einfallen, einem SS- Haupt­sturmführer einen Rat anzubieten? Einem Mann, der doch

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