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Als Priester im Konzentrationslager : meine Erlebnisse in Dachau / Pfarrer Leopold Arthofer
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worräte, daß sie

ilfsbereit gegen beibringen, und erer ,, Vorräte". .) Sie nahmen

Lieben sich für Bestürzung und e nur alle zwei und sich ihren Bten, wenn sie

,, Danke, Herr Rapportführer, ich verzichte darauf!" Wir freuten uns über diese Antwort.

Kuhn verteilte nun seine Vorräte an herbeigerufene Kazetler, die sich teilweise schämten, auf solche Weise beschenkt zu werden.

,, Halt," sagte auf einmal der Rapportführer, ,, nun hätte ich bald die Hauptperson vergessen, den Capo vom Kre­matorium. Hier, bringen Sie ihm diese Handvoll Ziga­retten; die soll er rauchen, damit es nicht so stinkt, wenn wieder einer von den Pfarrern auf die Pfanne kommt!"

ge vorzugsweise md Nr. 28, aber n denen Paket­

ein, auf Block 26 die wir von zu große Kartons

,

die er bei den

harrt hatte. Das Am kommenden omödie.

it unseren Block elt uns dort in Ansprache: ,, Ihr Nächstenliebe. und darum sollt habe ich einem genommen, nicht Treten Sie vor!"

he. Er hatte zum mit 100 Zigarren der Hand wog: teufelt gut! Aber ie Hälfte wieder

g ein und sagte:

Sadismus gegen die Polen

Dem Münchner Komiker Weiß Ferdl wird der Aus­spruch in den Mund gelegt: ,, Es wäre besser gewesen, wenn wir den uns aufgezwungenen Krieg niemals be­gonnen hätten!"

Hitler und seine Partei haben den furchtbarsten Krieg angefangen. Um das festzustellen, braucht man kein ge­lehrter Historiker zu sein. Und gegen kein anderes Land hat sich das Nazireich brutaler benommen, als gegen Polen . Auch als es schon unterworfen war, mußte es so wie kein anderes Volk unter dem erfindungsreichen Sa­dismus der Gestapo weiterbluten. Verhaftung und Ermor­dung fast der ganzen Intelligenz, Enteignung und Ent­rechtung der im Lande Verbliebenen, Verschleppung von Millionen in die Sklaverei, Vernichtung Unzähliger in den Kazets, Ermordung der meisten katholischen Geistlichen, Verurteilung der polnischen Jugend zur Unwissenheit.

Hatte ich das früher noch nicht ganz verstanden, in Dachau wurde es mir zur erschütternden Gewißheit.

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Bis zum September 1941 waren die polnischen und deutschsprachigen Geistlichen auf den beiden Blocks 26 und 28 in einer einzigen Gemeinschaft und lebten in den Stuben kameradschaftlich miteinander. Vorstand unserer Kapelle war der Pole Pfarrer Paul Prabutzky, den alle

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