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Einmal holte man mich in diesen Tagen zum„Klavier- spielen“. So nannten meine Zellengenossen die Abnahme der Fingerabdrücke. Von dieser Zeremonie, die man vor der„Befreiung“ Österreichs nur mit Schwerverbrechern, besonders Einbrechern, vornahm, kehrte ich mit aus- gesprochenem Galgenhumor zurück. Nun stand ich ja mit numeriertem Lichtbild und mit Fingerabdruck vollwertig im Verbrecheralbum des Dritten Reiches . Wiederum las ich mit Wohlbehagen den Anschlag an der Zellenwand: „$ 1: Es ist jedem Häftling der Deutsche Gruß verboten.“
In dieser Zeit, das erfuhr ich erst nach meiner Heim- kehr, wurde in meinem Pfarrert Kronstorf eine Ver sammlung einberufen, in der ein Parteiredner Sieg- mund klarlegte, was ich für ein schlechter Mensch sei. Er brachte gegen mich die verschiedensten Beschul- digungen vor, von denen in meinen Verhören nie die Rede gewesen, und erklärte schließlich, man hätte auf Grund meiner Verworfenheit das Recht, mich aufhängen zu lassen, aber man wolle sieh mit mir die Hände nicht be- schmutzen.
Mitte April 1941 kam ein Polizist mit einem roten Schutzhaftbefehl zu mir und verlangte, daß ich ihn zuerst lesen, dann unterschreiben solle. Das Dokument trug die Signatur: Heydrich . Sein Inhalt lautete:„L. A., Pfarrer in Kronstorf , hat seine politische Gegensätzlichkeit neuer- lich bewiesen und bedeutet daher seine Freiheit eine Gefahr für die Sicherheit des deutschen Staates. Er wird deswegen in Schutzhaft genommen.“——— Als der Beamte wieder fort war, meinte Peter B... nachdenklich: „Das bedeutet Dachau .“ Ich machte mich also innerlich reisefertig. Einige Tage vielleicht noch, das wußte ich, dann ging es aus Zelle 27 fort ins Konzentrationslager.
Und ich sprach zu mir ein kräftiges: In Gottes Namen! Du hast tausendmal anderen Gottvertrauen gepredigt. Nun beweise, daß du es auch selber hast!
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