eines 8
schien)
Niemals war mir vorher im Leben der Tag, die Woche| las® i
oder gar ein Monat so endlos lang vorgekommen wie auf Zelle 27 mit dem eingebauten Klosett und der schweren, üblen Luft. Wie freuten wir uns, wenn wir alle zehn Tage einmal in dem mauerumfriedeten Spazierhof im zweiten Stock eine kleine Weile im Gänsemarsch kreis- umlaufen duriten! Da suchten wir die Lungen von allen Düften des Gefängnisses frei zu machen und nebenbei auch mit Schicksalsgenossen von anderen Zellen etwas Fühlung zu bekommen. Das Rauchen war auf den meisten Zellen verboten, aber beim Spaziergang steckte mir manchmal der alte Prior Seitz der Barmherzigen Brüder, der sich schon lange in politischer Haft befand, heimlich eine Zigarre zu.
Die rauchten wir dann in unserem„Salon“ gemeinsam. Einer hatte die Zigarre im Mund, die anderen standen im Kreise und zählten die Züge, die er tun durite, bis der nächste drankam. Auch machten wir uns aus Brot Figuren zu einem„Dame*-Spiel, in dessen Feinheiten mich mein Zellenchef Peter B... meisterhait einführte. Bücher und Zeitungen waren uns offiziell verboten. Das einzige Gedruckte im Raum war eine„Hausordnung für Häftlinge“ an der Wand.$ 1 lautete:„Der Deutsche Gruß ist jedem Häftling verboten!“ Es half mir über man- chen trüben Gedanken hinweg, daß man uns den Geßler- hut von der Stange genommen hatte. Wenigstens eine Freude! N
In der Nacht zum 13. März 1941, dem dritten Jahres- tag der„Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deut- schen Reich“, warf man uns gegen Morgengrauen einen schwer betrunkenen Blutordensträger in die Zelle, der mit seinem wilden Geschimpfe eine würdige Einleitung zu diesem Gedenktage lieferte. Er wetterte furchtbar gegen die Partei, die seine Verdienste so schnöde belohnt habe, gab dem Führer Bezeichnungen, die auf den Lippen
20
Da er
von sei
nern:„; ten Füh dazu h hefreit Tage ii erschüt Beleidi; Blutord
Unse Wartete gend, n sagt, n alkoho! Parteig
Dan
der ve
Äh! Unsere Etw; habe weite Bs; als je} Inhei] Setzen Bine inen sn
Nun


