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Als Priester im Konzentrationslager : meine Erlebnisse in Dachau / Pfarrer Leopold Arthofer
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mal seit meiner stehen, oder man macht uns brotlos, wenn uns nichts Ärgeres passiert.

ch in das Kon­

als Versuchs­alde gebracht,

m Leben davon

Heimat. Gott

dunklen Tagen

denen ich zu

ichisch gesinnt

Ich hörte, daß

mit denen hatte

Ein anderes Mal sagte er nachdenklich: ,, Wissen, Sie, eigentlich wäre es mir möglich, Ihnen die Flucht aus dem Gefängnis zu organisieren. Oh, ich wüßte schon Mittel und Wege. Aber, erstens werden Sie selber nicht wollen, weil man ja dann Ihre Angehörigen packen würde, zwei­tens müßte ich auch selber spurlos verschwinden."

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Nein, nicht fliehen! Wer ein Ideal im Herzen hat, muß auch dafür kämpfen und dulden. Wer aber im Leben niemals aus seiner bequemen Ofennische aufgescheucht werden will, muß zuerst seinen Grundsätzen treulos wer­den. Irgend jemand hat die Priester in den Konzentra­tionslagern als Märtyrer der Dummheit bezeichnet. So erinnere ich mußte man denken und urteilen, wenn man im Dritten Sonntagnach- Reich den, Platz an der Sonne" um jeden Preis, selbst um den Preis der Ehre, behaupten wollte. Und selbst, wenn ein Soldat fiel, weil er im Kampfe einmal unvor­sichtig war, darf ihn deswegen jener nicht schmähen, der vor der Feindeskugel sicher blieb, weil er sich bequem in der Etappe ,, kluger Vorsicht" getarnt und versteckt hatte.

Dienst versah,

war, die Zelle kauffiel, unter

naus. Draußen ir eine Zigarre ungestört in bstverständlich für eine Weile

sen konnte,

Gestapoverhöre

Die Gestapo konnte trotz ,, ihres besten Willens" keinen

ander, und ich Strafparagraphen finden, um mich vor Gericht zu stellen.

seiner Kollegen izei, eine ganz Diktatur der en der Gestapo

ung,

So kam ich, wie weitaus die meisten meiner Amtskolle­gen, die ich im KZ. kennenlernte, ohne Urteil, einfach auf Grund des gesunden Rechts empfindens deutscher Menschen" in eine ärgere Lage als alle Mörder, Brand­

daß diese leger, Einbrecher und Hochstapler, deren Seelsorger ich

önne. ,,, haben über­die Leute will­ist oder nicht.

en stramm zu

einst gewesen und deren Alltagsleben, Verpflegung und Behandlung in der Strafanstalt so wie sie im alten Öster­ reich war, ohne Übertreibung paradiesisch gewesen ist gegenüber der Lage eines Kazetlers im Reiche des Ex­österreichers Hitler .

2 Arthofer. Konzentrationslager.

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