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iner Heimkehr
aus Dachau starb, nahm diesen Bescheid der Gestapo so ernst, daß er am Jahrestag meiner Verhaftung vom Morgen bis zum Abend auf dem Bahnhof blieb, um mich dort zu erwarten.
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Als ich vom Gefängnis aus meinen Angehörigen mitteilte, daß man mir schreiben könne, sooft man wolle, erhielt ich von meinen treuesten Freunden fast täglich einen Brief, obwohl man wußte, daß die Gestapo jedes Schreiben zensiere und die Schreiber selber unter die Lupe nehme. Freunde in der Not ja, es gibt auch solche.
Ein Erlebnis werde ich nie vergessen: Da ich am ersten Sonntag meiner Gefangenschaft gerade einige Löffel meiner mageren Mittagssuppe gegessen hatte, öffnete unvermutet ein Polizist die Zellentür und winkte mich etwas geheimnisvoll hinaus. Ich folgte ihm auf den Gang; da. stand strahlend der Sträfling U....., der mich bei meinem Eintritt in diese ehrwürdigen Hallen so feierlich begrüßt hatte, und hielt mir auf einem Servierbrett ein herrliches Mittagessen entgegen: Kalbsbraten mit Soße, Semmelknödel und Salat.
,, Herr Hochwürden", sagte er ,,, da bring ich Ihnen einmal etwas Besseres zum Essen, damit Sie auf den ärarischen Saufraẞ amal a Abwechslung habn!" Zuerst war ich vor Ergriffenheit über diese Güte meines ehemaligen Seelsorgebefohlenen sprachlos, dann lehnte ich ganz energisch ab: ,, U....., ich danke Ihnen für den guten Willen, aber erstens habe ich ohnehin keinen Appetit und zweitens haben Sie dieses Essen viel nötiger als ich."
Der Polizist mahnte mich: ,, So machen S' ihm halt die Freude! Er hat das für Sie in der Beamtenküche erbettelt, weil er dort als Fazie( Gangdiener) Zutritt hat. Ihm geht es ja selber nicht schlecht."
U..... blickte mich traurig an, weil ich so bockbeinig ablehnte; da gab ich mich besiegt und ging mit den beiden in eine leere Kanzlei. Dort aß ich die Hälfte von
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