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Als Priester im Konzentrationslager : meine Erlebnisse in Dachau / Pfarrer Leopold Arthofer
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,, Also, wir geben ihn auf Zelle Nr. 27", entschied der ältere Beamte ,,, dort ist doch noch am meisten Platz und sind halbwegs anständige Leute drinnen."

Der Jüngere aber nahm einen Schlüsselbund und ich folgte ihm über einige verdunkelte Stiegen und einen langen Gang. Dann öffnete und schloß sich eine eiserne Türe und ich war dort, wo mich die Gestapo haben wollte.

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Die Zelle hatte nur ein Fenster und war fast völlig dunkel. Durch meine Ankunft waren wohl die Bewohner aus dem ersten Schlaf gestört worden. Wieviele Kame­raden ich hier hatte, konnte ich vorerst nicht erkennen. Da richtete sich eine Gestalt von der Pritsche auf: ,, Wer san Sie denn eigentlich?" ,, Ich bin der Pfarrer von Kronstorf ." ,, Was, heiligs End, der Pfarrer von Kron­ storf , der frühere Strafanstaltsseelsorger-- meine Leut, guat schaun ma aus! Mir scheint, die Nazi sperrn eh nu alle Geistlin ein!", Wer sind denn Sie?" fragte ich. ,, Ich bin der Peter B... aus Steyr . Ich war als Spanien­kämpfer auf der roten Seiten gegen Franco, dann bin ich mit meine Kameraden in einem französischen Gefan­genenlager gewesen, dort ham uns deutsche Gestapo­beamte besuacht, waren sehr freundlich mit uns, habn uns zur Heimkehr nach Österreich eingeladn und uns so­fortige Anstellung als Fabriksarbeiter versprochen. Die meisten von uns habn das geglaubt und san auf den Leim gangen. Sofort nach unserer Ankunft im Dritten Reich hat uns die Gestapo hinter Schloß und Riegel g'setzt. I denk jetzt schon a paar Monat auf der Zelln nach, was i für a Depp war, daß i dera G'sellschaft was glaubt hab."

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So erzählte er mir seine Schicksale, während ich in einer Ecke der Zelle gegenüber der Abortmuschel, die offen im Raume angebracht war, auf dem Boden saß. Sessel war keiner vorhanden. Einige Mann lagen neben mir auf dem Boden, weil auf der überfüllten Pritsche

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