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Als Priester im Konzentrationslager : meine Erlebnisse in Dachau / Pfarrer Leopold Arthofer
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mal die Vorsehung oder den Namen Gottes, Wer aber war dieser Gott? Deswegen habe ich die Welt- anschauung des Nationalsozialismus als Neuheidentum aus tiefster Überzeugung in meinem Wirkungsbereich bekämpft. Nur deswegen schrieb ich vor 1938 in den Zeitungen Artikel gegen ihn, hielt Vorträge, warnte von der Kanzel aus und suchte als Seelensorger überall auf die Gefahr aufmerksam zu machen, die dem Heiligsten von dieser Seite drohte. Man mahnte mich, als ich nach 1938 diesen mir vom Gewissen vorgeschriebenen Kampf fortsetzte, gar manchesmal zur Vorsicht. Doch darf man sich im Ringen um höchste Ideale vor den Gefahren ver- kriechen?

Bald spürte ich den Haß der Partei. Es ergaben sich Anzeigen bei der Gestapo , Verhöre bei der Gendar-

merie, Protokolle, Verwarnungen, Beschimpfungen in der

Parteipresse, geheime monatelange Zensierung meiner Briefpost und schließlich, was ich schon lange erwartet hatte, die Verhaftung.

Ich möchte in diesem Buche eine möglichst sachliche Darstellung jener Erlebnisse bringen, die ich selber gemacht habe. Andere Priester waren noch viel län- ger im Konzentrationslager als ich und haben un- gleich Schwereres ertragen. Doch hier will ich nur das er- zählen, was ich selbst bezeugen kann, und ich will es tun ohne Haß gegen jene, die in Dachau zirka 3500 Prie- ster aus 25 Nationen der Welt internierten.(400 von ihnen wurden ermordet[vergast], etwa 1600 starben im Lager an Hunger und Flecktyphus, Malaria und anderen Krank- heiten. Von allen Diözesen war Oberösterreich mit 29 Priestern ambesten vertreten.)

Auch will ich meine Aufgabe nieht darin sehen, alles tendenziös schwarz zu malen, sondern das KZ.-Leben pro- saisch so zu schildern, wie es eben war. Viel Leid, Heldentum und menschliche Schwäche, Humor auch in den unangenehmsten Lagen, und für uns Priester über allem die Hoffnung auf den schließlichen Sieg des Lichtes,

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