Liebe, ist
ren höher eine, son-
heutige
Bibellesung herantreten und aus der Fülle des Textes fol- gende drei Momente hervorheben.
Ermahnung zur Einmütigkeit. Einer ist Gott , unser himmlischer Vater, aus dessen Händen wir unser Leben empfangen haben, und aus dessen Gnaden wir das sind, was wir sind. Einer ist unser Meister und Heiland, der sein Leben für uns alle zum Opfer gab. Einer ist der Geist, den wir als Tröster empfangen haben, und der uns beten lehrt: Abba, lieber Vater. So sollen auch wir eine Familie bilden, uns einander als liebe Brüder betrachten, einander uns helfen,
uns unterstützen, ja einer für den anderen auch bereit sein,
das Leben zu lassen. Das bedeutet allerdings keine äußere Uniformität. Jede kirchliche Organisation ist nur Menschen- werk und trägt Spuren menschlicher Unvollkommenheit und Sünde. Aber ‚darüber steht die unsichtbare Kirche Christi, welche alle vereinigt, die von Gott erwählt wur- den. Und was da vereinigt ist, sollen.wir nicht zersplittern. Schaut nur, liebe Brüder, hier sind wir auch zusammenge- kommen aus den verschiedensten Kirchen und Nationen. Wir haben uns einander angeschlossen und fühlen angesichts der uns fremden Umgebung, daß wir zusammengehören. Durch Jahre hindurch haben wir dieselbe Last getragen, täglich denselben Gefahren Trotz geboten, und in den letz- ten Tagen wurden wir gemeinsam wunderbar dem Tode ent- rissen und durch Gottes Gnade errettet. Jetzt sollen wir bald wieder heimkehren zu unseren Lieben und in unsere Gemein- den. Gebe Gott , daß wir auch dann in Einmütigkeit weiter arbeiten, daß Sein Reich komme und Sein Wille geschehe, daß wir zur friedlichen Zusammenarbeit unserer Völker — durch unsere Kirchen— nach unseren besten Kräften bei- steuern und stets in einem Geist und einer Seele stehen(1, 27).
121


