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Das aufgebrochene Tor : Predigten und Andachten gefangener Pfarrer im Konzentrationslager Dachau / Vorwort und Herausgeber: Martin Niemöller
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obendarauf"( 28, 18), und nach seiner Rückkehr aus der Verbannung errichtete er zu Sichem einen Altar( 33, 20) ,, und rief( daselbst) an den Namen des starken Gottes Israels". Ja, welche Bedeutung hat also eigentlich das Bauen der Altäre, daß wir ihm auf Schritt und Tritt begegnen? Gott ist ein großer Erzieher und weiß zu gut, wieviel Ge­fahr dem Menschen droht, wie mannigfaltig die Versuchung sein kann und wie schwach sich der Mensch bei diesen Anfechtungen erweist. Was nützt es, daß er regelmäßig das Wort Gottes hört, an gottesdienstlichen Versammlungen teil­nehmen und im eigenen Leben so viele Beweise der gött­lichen Fürsorge finden kann, wenn er nicht stets ein sicht­bares Zeichen vor Augen hat, das ihn in entscheidenden Augenblicken zur Besinnung zurückholt und ihm mächtig zuruft: ,, Ich bin der Herr, dein Gott ... Du sollst keine anderen Götter neben mir haben!" So wird der Altar zum Siegel des gepredigten Wortes, so will er ein handgreif­liches Mal sein dafür, was der Mensch allzuleicht in den Wirren des Lebens vergessen könnte- um ihm gleichzeitig eine Stütze zu bieten und vor dem Fall zu bewahren.

Der Altar erneuert stets die Erinnerung an eine große Heilstat. oder Verheißung Gottes. O wie unbegreiflich und unfaßbar ist seine väterliche Liebe! Wie wunderbar hat er uns bis zu diesem Augenblick durchs Leben geführt, uns glücklich vor Unfall geschützt, in Krankheit und Not uns beigestanden, vor dem Tod errettet. Ja, können wir über­haupt alles fassen, was Gott für uns getan hat? Denn nicht nur für unseren Leib trägt er Sorge, sondern auch für die Seele. Wo wären wir ohne seine Gnade? In welch ein Ver­derben hätte uns schon längst unsere Sünde gestürzt, hätte Er uns nicht an der Hand gefaßt!

Eben das will der Altar uns auch unzweideutig ins Ge­

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