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Das aufgebrochene Tor : Predigten und Andachten gefangener Pfarrer im Konzentrationslager Dachau / Vorwort und Herausgeber: Martin Niemöller
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Weinen über sich selbst, über den Herrn, der sie verlassen will, über die Herrlichkeit, die sie verlieren muß? Aber Maria braucht nicht zu weinen. Ostern ist viel herrlicher noch als sie meint. Sie braucht Ihn nur mit sich Ostern feiern zu lassen. Christus will Maria ihren Trost nicht nehmen. Er will sie immer mehr trösten. ,, Denn"

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sagt Er- ,, Ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater." Er war gehor­sam auf dem Wege seiner Erniedrigung, jetzt wird Er auch gehorsam sein auf dem Wege seiner Erhöhung. Wie Er vom Vater ausgegangen ist, kehrt Er zu Ihm zurück, um Ihm den erfüllten Auftrag wieder zu geben. Er hat den Sieg davon­getragen, jetzt soll Er aus des Vaters Händen die Sieges­krone empfangen. Er soll noch den Platz einnehmen, der Ihm gebührt, zur Rechten des Vaters, wo er in der Fülle des Wortes ,, Meister" heißen soll, König der Könige, Herr der Herren, ein Name, der über alle Namen ist.

Die Osterfreude ist nicht das Teilerlebnis einer kleinen Seele, sie hat die Aussicht der ewigen Freude in der Herr­lichkeit des Vaters, in der alles umfassenden Glorie unzähl­barer Welten. Sie ist nicht gebunden an einen Augenblick, an dich und diese Erde. Die Osterfreude ist allein an den Herrn gebunden, der sie weiterträgt bis zum Vater, wo er sie aus­teilen kann mit vollen Händen. Davon soll Maria Ihn nicht. zurückhalten, vielmehr: sie soll Ihm dabei helfen, denn sagt Er: ,, Gehe hin zu meinen Brüdern".

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Für welche Leute ist die Osterbotschaft des Herrn be­stimmt? Welche Menschen nennt der Herr seine Brüder? Diese Jünger, die Ihn in der Stunde der Entscheidung alle verlassen haben. Diesen Petrus, der Ihn verleugnete. Diese armen, hoffnungslosen Menschen, die am dritten Tag nur weinen können. Er schämt sich nicht, sie Brüder zu heißen. Brüder in seiner Auferstehung. Er, der Erstgeborene von

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