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HORST THURMANN, Euskirchen
DAS BLEIBENDE WERK Passionsandacht am 21. März 1945
Joh. 19, 30
Hatte mit der Ankunft unseres Herrn auf Golgatha, liebe Brüder, das prophetische( d. h. lehrhafte) Amt Christi sein Ende gefunden, so sollte nun das hohepriesterliche Amt durch die Selbstopferung des Gottessohnes seinen Höhepunkt erreichen, hier auf diesem Hügel. Wir wissen aus den Evangelien, wie mit dem gehorsamen Ja zur Sündertaufe, wie ferner mit der den Kreuzesweg wählenden Ablehnung der gleißenden Angebote des Teufels der hohepriesterliche Opfergang bereits seinen Anfang genommen hatte. Doch es war dem Kreuzestod vorbehalten, das Erlösungswerk auf den Höhepunkt zu führen, ja noch mehr zu seiner Vollendung.
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,, Es ist vollbracht." Kein Mensch, liebe Brüder, kann ja die satanische Tiefe der Anfechtung, das Auf- sich- zukommensehen der ganzen Hölle ermessen, was alles unser Herr neben den körperlichen Qualen am Kreuz zu erdulden hatte. Die entsetzlichsten Anfechtungen sonstiger Christen können nie irgendwie in Vergleich gesetzt werden zu diesen Stunden. Denn die Last der Sünde der Welt zu ermessen, vermag nur der Sündlose, und Er war der einzige, der über diese Erde sündlos ging. So können wir das Leiden Christi nur glauben und gläubig als für uns geschehen mit Dank hinnehmen.
Doch das tut ja nun die Gemeinde. Und sie wird immer wieder so viel Kraft haben, als sie sich schenken läßt in der Stille unter dem Kreuz. Und die Gemeinde wird durch den Hl. Geist geleitet auch stets erneut ergriffen
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sein beim Betrachten der Kreuzesstunden.
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