ne
Wie Sage ttest, ; ist! jenen,
mich
soll!
KR, WALTER
WARTENDE MENSCHEN
Adventsandacht am 13. Dezember 1944
Lukas 12, v. 35—36.
„Lasset eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen! Und seid gleich den Menschen, die auf ihren Herrn warten, wann er aufbrechen wird von der Hochzeit.“
Liebe Adventsgemeinde! Wir haben in der Gefangenschaft wohl schon alle gelernt, was das heißt, warten müssen, warten müssen eine Stunde lang oder ein paar Stunden lang auf irgend etwas, was wir nicht wissen, und was sich dann schließlich in Sinnlosigkeit auflöst; oder warten müssen durch die Monate, durch die Jahre auf die Befreiung, von der wir zu keiner Zeit gewußt haben und heute noch nicht wissen, wann sie kommt, ja ob sie jemals so kommen wird, wie wir es für uns wünschen und erhoffen. Wir sind wohl schon alle durch die ganze Tonleiter solchen Wartens hindurchge- stiegen und sind allmählich nur zu gut vertraut geworden mit all den Spielarten ungeduldigen, zornigen und ingrim- migen, trotzigen und verzagten, kraft- und mutlosen, halt- und hoffnungslosen und trostlosen Wartens, eines Wartens aufs Ungewisse, ohne Ziel, ohne Sinn, nur auf das Ende. So ist der Menschen Warten, wenn ihm kein Ende und kein
Ziel gesetzt ist, das Warten gleichsam in den leeren, weiten Raum.
„seid gleich den Menschen, die da warten“, gebietet Jesus ira Blick auf seine Wiederkunft denen, die seine Jün- ger sein wollen.„Seid gleich den Menschen, die da warten“, aber nun eben nicht ohne Ziel aufs Ungewisse, sondern seid gleich den Menschen, die ganz genau wissen, auf wen und worauf sie zu warten haben,„seid gleich den Menschen, die
auf ihren Herrn warten, wann er aufbrechen wird von der
15
TEE FEIERT TR


