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Dachau : Erlebnisse im Konzentrationslager / von Konrad Wüest Edler von Vellberg
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Es gab im Konzentrationslager Dachau verschiedene Flüchtlinge. Einmal waren es diejenigen, die zu Anfang oder nach längerer Zeit, oft gar nach manchen bitteren Leidens­jahren aus dem Leben flohen. Sie hingen entweder am 400 Voltdraht oder wurden auf der Flucht erschossen. An­dere, sehr viele unternahmen Fluchtversuche, um aus die­ser Hölle herauszukommen. Die seltsamsten Einfälle wur­den ausgeführt. Es soll hier nur eine Anzahl Beispiele ge­geben werden.

Da verkleidete sich einmal ein Häftling auf der Himmler­Plantage in ein altes Weib. Mit großer Mühe waren die für die Verkleidung notwendigen Gegenstände, ein langer, wei­ter Rock, eine Bluse und ein rotes Kopftuch zusammen­getragen worden. Barfuß schritt er damit seines Weges und kam verhältnismäßig weit. Erst nach fünf Tagen hatte man ihn wieder gefangen. Dafür bekam der Ärmste fünfzig Dop­pelschläge und wurde außerdem einem Strafblock zugeteilt. Das aber bedeutete den langsamen Tod, arbeiten, bis er verreckte.

In einem zweiten Falle hatte der Häftling, der den Hunde­zwinger zu versorgen hatte und sich infolge der Dressur der Tiere allein im Gelände bewegen durfte, das Weite ge­

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