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Dachau : Erlebnisse im Konzentrationslager / von Konrad Wüest Edler von Vellberg
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Tische, Armleuchter und schmiedeeiserne Stehlampen, oft genug sehenswerte Kunstgegenstände, wurden hergestellt. Ganze Kücheneinrichtungen verließen die Wirtschaftsbe­triebe. Krauteimer aus Eichenholz wurden geliefert. Selbst­verständlich wanderten diese zuerst in die Häftlingsküche, um mit Kraut, das für die Häftlinge bestimmt war, voll ein­gestampft zu werden. Dann erst durften die Zebraisten diese, wie alles andere auf großen Wagen aus dem Lager heraus in die Siedlungshäuser der 44 schleppen.

In diesem Zusammenhang sei erwähnt, daß der Kaffee und das Essen für die betroffene Bevölkerung Münchens nach den Bombardements im Konzentrationslager Dachau hergerichtet und von dem für die Häftlinge bestimmten Proviant genommen wurde. Diese hatten bei ihrer an sich knappen Nahrungsversorgung zu warten, damit die Volks­genossen versorgt wurden.

Das ,, einnehmende" Wesen der 44 offenbarte sich bei allen Gelegenheiten. Als Badoglio Italien an die Alliierten übergab, schaffte die 44 aus Italien heraus, was sie nur konnte. Sonderkommandos wurden zu diesem Zwecke in rauhen Mengen nach Italien geschickt. Täglich liefen gegen hundert Waggon von dort über München in Dachau ein. Es ist unbeschreiblich, was dabei zusammengestohlen wurde. Selbst nasse Wäsche war von der Bleiche mitgenommen worden. Begreiflich wäre es gewesen, wenn die dort auf­gebrachten Gegenstände zu Nutz und Frommen der deut­schen Wehrmacht zugeführt worden wären. Doch weit ge­fehlt, die ,, brave" 44 verteilte alles unter sich. Zügellos nahm jeder, was er brauchte und erwischen konnte. Stiefel, Reit­

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