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Diese Ungeheuerlichkeit ist kaum in Worte zu hüllen. Sie muß in ihrer Grausamkeit immer wieder den Außenstehenden vor Augen gehalten werden. Männer, die in ihrer Propaganda stets die These von Blut und Boden herausstellten, ließen blutsverwandte, stammeseigene Männer jahrelang in diesen dunklen Verließen schmachten. Das ist Wahrheit, nackte, grausame Wahrheit! Man frage Pfarrer Niemüller, man frage den Besatzungskommandanten von Tunis und die Herren seines Stabes aus der Zeit der französischen Herrschaft. Sie alle saßen nach ihrer Gefangennahme in Dachau monate-, auch jahrelang in diesen nassen, kalten und dunkeln Löchern. Mögen die körperlichen Strapazen nicht einmal so groß gewesen sein, wie die der Häftlinge, wer aber weiß um die seelischen Leiden und Kümmernisse? Allein auf sich und die innere Haltung gestellt, ohne jeden Menschen, der allein durch seine Nähe eine gewisse Wärme bot, ohne jedes Geräusch. Oft glaubten sie nicht mehr auf der Welt zu sein, nur mit einem Astralleib irgendwo zu vegetieren. Grausamkeit in höchster Potenz wurde an ihnen verübt.
Aus der Vielgestaltigkeit des Strafsystems zum Schluß noch die Darstellung einer Methode, die viele erkranken und manche sterben ließ.
Im Sommer, meist regennassen Sommern wurde den Häftlingen selten Gelegenheit gegeben, unter die Brause zu kommen. Im Winter aber wurde es möglich gemacht. Da durften zum Beispiel die Häftlinge vom Block der Hautkranken sich ihrer wenigen Kleider entledigen und splitternackt zum Bad laufen. Kniehoch lag der Schnee, der Weg war
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