Die Lagerstrafen
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Zu diesen täglichen Qualen kamen die Lagerstrafen hinzu. Es kann wohl kaum ein Häftling aus dem Konzentrationslager Dachau behaupten, die Variation dieser Lagerstrafen nicht ganz oder doch teilweise durchkostet zu haben. Diese Strafen waren hart, sehr hart, selbst gemessen an dem Bestialischen, das zu tragen jeder Häftling gewohnt wurde. Sie waren nur durchzuhalten, wenn der Wille zum Leben größer war als die körperlichen Kräfte. Sie wurden nur zu oft überstanden in der kaum für möglich zu haltenden Hoffnung, daß der Tag der Freiheit und der Vergeltung anbrechen werde. Als Mittagessen erhielten die Häftlinge in monotoner Gleichförmigkeit Weißkraut mit Kartoffeln oder gelbe Rüben, als Abendessen eine ungewöhnlich dünne Bohnen- oder Erbsensuppe. Pro Kopf und Mahlzeit wurde ein Liter verabfolgt. Gewichtsabnahmen von fünf Kilogramm in der Woche waren Durchschnittsmaßstäbe. Ja, wurde dieses Tempo der Gewichtsabnahme nicht durchgehalten, so wurde mittels Hieben und Strafen nachgeholfen. Es bedarf danach keines besonderen Hinweises darauf, daß die körperlichen Kräfte der Zebraisten für die unmenschlichen Strafen nicht ausreichten.
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Die Strafmeldung wurde vom 44- Posten dem Lager


