des Jahres 1943 kurze Andachten und Messen halten. Selbst diese höchstwahrscheinlich aus politischen Erwägungen ge- troffenen Maßnahmen konnten diese Ungeheuer nicht ohne Schikane durchführen. Für Andachten und Messen wurde nur die Stunde vor dem Wecken zugelassen. Da das Wecken im Sommer bereits vor 4 Uhr stattfand, kam also nur die Zeit von 3 bis 4 Uhr in Frage. Eines Tages kam für die ka- tholischen Geistlichen eine Madonna, die bei ihnen auf- gestellt werden durfte. Allem Anschein nach war auch dieses Entgegenkommen nur durch den Zwang der außenpolitischen und militärischen Verhältnisse über den Vatikan erreicht worden.
Selbstverständlich standen die allgemeinen Arbeitsbe- dingungen in dem Konzentrationslager Dachau zu den letzt- lich geschilderten in schroffem Gegensatz. In den Anfangs- jahren war den Häftlingen ein Schreiten oder Gehen in nor- maler Weise völlig unbekannt, denn alles mußte im Galopp erledigt werden. Zur Arbeitsstätte, und war sie zwei Kilo- meter und mehr vom Lager entfernt, ging es nur im Trab. Man bedenke dabei, daß die Zebraisten nur Holzschuhe hatten und das Laufen ihnen sehr beschwerlich war. Die bestialische Denkweise der Lagerführung sann natürlich nach über irgendwelche Drangsalierungen. So mußte jeder Häftling, wenn es zum Straßenbau ging, ein schweres Ton- rohr von einem Meter Länge auf die Schulter nehmen. Auf der Baustelle wurde es abgesetzt und beim Abmarsch zur Mittagspause erneut aufgeschultert. Nach dem Essen, das aus„Menschenfreundlichkeit‘‘ im Stehen eingenommen wer- den mußte, damit die Häftlinge nicht aus der Gewohnheit
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